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Frisch und frech zu Bronze

Solbad-Ringer Dritte bei Landesmeisterschaften

Haller Kreisblatt

Knoten geplatzt: Majid Khaliqi (links) vom TuS Solbad Ravensberg überzeugte bei den Landesmeisterschaften. - © Foto: Oliver Stach
Knoten geplatzt: Majid Khaliqi (links) vom TuS Solbad Ravensberg überzeugte bei den Landesmeisterschaften. (© Foto: Oliver Stach)

Ringer Majid Khaliqi beschert dem TuS Solbad Ravensberg bei den Landesmeisterschaften in Dortmund die erste Medaille in der Männerklasse. Auch sein Bruder Panah landet als Dritter in der Jugend A auf dem Treppchen.

Mit drei Ringern war TuS-Trainer Uwe Heidler nach Dortmund, zu den Einzelmeisterschaften der Männer, Jugend A und Jugend B im freien Stil. Dort trafen sich 195 Ringer aus 37 Vereinen des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen, um auf drei Matten ihre Meister zu ermitteln.

Als einziger Solbader in der Männerkonkurrenz kämpfte Majid Khaliqi in der Klasse bis 61 Kilogramm. Unter den zehn Teilnehmern ging es hart zur Sache. Schon in den beiden ersten Kämpfen spürte der Afghane, „dass Hadern und Abwarten nicht gefragt ist", wie Heidler nach den Niederlagen gegen Saed Ashag Musawi (KSV Hohenlimburg) und Ramzan Awtaew (TV Essen-Dellwig) feststellte. Erst die Aufforderung des Trainers, „so frisch und frech zu ringen, wie man es von ihm beim Training kennt", wendete das Blatt. Im Kampf gegen Mohebullah Nooran (SC Solingen) trat sein Schützling beherzt auf und lag am Ende der Kampfzeit von sechs Minuten mit 13:7 vorne. Dieser Sieg und das Ausscheiden von Musawi berechtigten den Borgholzhausener zum Kampf um Platz drei. Gegen Ali Sajat Mirsay vom SC Solingen platzte der Knoten dann endgültig. Nach gut zwei Minuten landete Majid Khaliqi einen 13:3-Punktsieg.

Sein Bruder Panah musste sich in der Gewichtsklasse Jugend A bis 58 Kilogramm durch ein Freilos und das Nichtantreten des ersten Gegners lange gedulden, bis er zum Einsatz kam. Gegen Alik Sargsyan (Germania Krefeld) wurde der Westfalenmeister die angestaute Energie endlich los: Mit einem „Feuerwerk an Griffen" (Heidler) siegte er innerhalb der ersten Minute mit 10:0 Punkten. Im zweiten Kampf gegen Ayub Musaev (Konkordia Neuss) brachte Panah Khaliqi seinen Kontrahenten früh zu Boden und erhielt hierfür vier Punkte. Im Gegenangriff schob ihn sein Gegner aus dem Kreis und erhielt die gleiche Wertung „für eine Aktion, die in der Regel mit maximal zwei Punkten bewertet wird", wie sich der Coach wunderte. Genau diese zwei Punkte fehlten seinem Schützling. Am Ende der Kampfzeit musste er eine 5:7-Niederlage einstecken und verpasste das Finale. Immerhin ließ Panah Khaliqi im Kampf um Platz drei gegen Mert-Fatih Simek (KSV Germania Krefeld) nichts anbrennen und sicherte sich mit einem 12:1-Erfolg ebenfalls die Bronzemedaille.

Moutaz Hashish (Jugend A bis 54 Kilo), dessen Lieblingsstilart der griechisch-römische Stil ist, wollte seine Fähigkeiten im freien Stil testen. Sein Einsatz stand jedoch unter keinem guten Stern. Aufgrund eines Infektes war unter der Woche kein Training möglich, und mit nur knapp 51 Kilo war er eigentlich auch zu leicht für diese Gewichtsklasse. Nachdem Hashish die ersten beiden Kämpfe gegen Matin Sakhi (TV Essen-Dellwig) und Khizar Idigov (KSK Konkordia Neuss) verloren hatte, fehlte es ihm an Kraft und Kondition, und er gab auf.

Stolz war der TuS Solbad nicht zuletzt darauf, dass er in der Vereinswertung als vergleichsweise kleiner Klub auf dem 13. Platz landete. „Grundlage zu diesem Erfolg ist nicht nur das intensive Mattentraining im Verein, sondern auch das selbstständige Kraft- und Konditionstraining, das unsere Sportler zu Hause leisten", lobte Heidler. Als nächster Höhepunkt steht für seine Athleten die Landesmeisterschaft im griechisch-römischen Stil am nächsten Wochenende in Neuss an.

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