Chance auf erstes Double

Halles Damen und Herren in westfälischen Endspielen

Philipp Kreutzer

Gut in Form: Halles Christopher Koderisch hat wie sein Teamkollege Lennart Zynga in diesem Winter mit 10:0-Siegen eine makellose Bilanz vorzuweisen. - © Foto: Christian Helmig
Gut in Form: Halles Christopher Koderisch hat wie sein Teamkollege Lennart Zynga in diesem Winter mit 10:0-Siegen eine makellose Bilanz vorzuweisen. (© Foto: Christian Helmig)

Der TC Blau-Weiß Halle kann am Wochenende gleich zwei Mal Mannschafts-Westfalenmeister werden. Die Herren sind im Finale gegen den Bielefelder TTC ebenso leichter Favorit wie die Damen gegen den TC BW Soest.

Sowohl die Haller Damen als auch die Herren haben in den vergangenen Jahren mehrfach in Endspielen um den westfälischen Mannschaftstitel gestanden. Dass aber beide Teams im selben Jahr den Sprung ins Finale schaffen, „das hat es noch nie gegeben", sagt Thorsten Liebich. Der stellvertretende Vorsitzende des TC BW, zugleich Sportwart Profisport des Vereins, spricht von einer „tollen Sache, auf die wir alle stolz sind".

Besonders schön wäre es für den Club gewesen, wenn die beiden Endspiele zeitgleich als eine Art »doppeltes Finale dahoam« stattfinden würden. Doch dass sowohl die Damen als auch die Herren ihre Vorrundengruppen gewinnen und dann auch noch Heimrecht erhalten, sei nicht zu erwarten gewesen, sagt Liebich. Im Sportpark, in dem die Partien ausgetragen werden, sind viele Plätze sowohl am Samstag als auch am Sonntag durch Buchungen belegt, hinzu kommen andere Mannschaftsspiele. So treten Halles Damen am Samstag ab 16 Uhr gegen Soest an und die Herren tags darauf ab 12 Uhr gegen den BTTC.

Herren

Mit einem Finaleinzug hatten die Haller geliebäugelt, erwartet hatten sie ihn nicht. Das Augenmerk der Blau-Weißen lag vielmehr darauf, neben der ersten Mannschaft auch die aufgestiegene »Zweite« in der Westfalenliga zu halten. Das gelang auch dank gelegentlicher Wechsel von Akteuren zwischen den Teams, zudem marschierte die »Erste« mit 9:1 Punkten – nur beim Dorstener TC gab es einen Punktverlust – durch ihre Gruppe. Ein Titelgewinn wäre nun das i-Tüpfelchen auf eine ohnehin gelungene Winterrunde.

Zugleich bietet sich den Hallern die Chance, im Vorjahr Verpasstes nachzuholen. 2016 unterlagen sie im Endspiel knapp mit einem Satz Unterschied beim TP Versmold. Die Versmolder galten deshalb in ihrer Vorrundengruppe als Favorit, mussten sich am letzten Spieltag aber dem BTTC geschlagen geben, der mit seinem 4:2-Erfolg den Einzug ins Endspiel perfekt machte.

Anders als beim lockeren 6:0-Sieg Mitte November bei der zweiten Mannschaft des TC BW werden es die Bielefelder bei ihrem zweiten Auftritt im Haller Sportpark in dieser Saison erheblich schwerer haben. Halle bietet in Christopher Koderisch, Lennart Zynga und Justin Eleveld starke Kräfte auf. Offen war gestern noch die Besetzung der vierten Position. In Frage kommen Marek Flinner, Ramon Wagner und Johannes Kolowrat.

Der BTTC muss auf den nicht einsatzberechtigten Ex-Versmolder Louis Weßels verzichten. Laut Teamchef Georg Magnus wird auch der bei einem Turnier in Kaarst antretende Valentin Günther fehlen. Magnus setzt auf den Ex-Haller Patrick Pradella, Kevin Kaczynski und Lars Behlen. Ein Fragezeichen stand wie bei den Blau-Weißen hinter der Besetzung der vierten Position. Koderisch rechnet mit Felix Steen oder Nikolaj Ptsasinski. Die Favoritenrolle liegt damit eher bei Halle, Koderisch warnt jedoch: „Das wird kein leichtes Spiel für uns. Die Bielefelder sind alle groß und gute Hallenspieler und auch im Doppel richtig stark."

Damen

Die Hallerinnen gewannen alle fünf Vorrundenpartien, der knappste Sieg war das 4:2 am zweiten Spieltag in Hagen. Die Matchbilanz von 25:5 verdeutlicht, wie dominant die Blau-Weißen in diesem Winter bisher aufgetreten sind. Auch Gegner Soest, im Sommer noch aus der Regionalliga abgestiegen, gewann seine Gruppe klar und verlor lediglich beim 3:3 gegen den Bielefelder TTC einen Zähler. „Dass wir ungeschlagen Gruppensieger werden, ist eine Sensation", findet Trainer Peter Osthoff. Er hatte beispielsweise eher den BTTC auf der Rechnung.

Starkes Team: Franziska Kommer und Thorsten Liebich wollen auch im Finale gemeinsam erfolgreich sein. - © Foto: Christian Helmig
Starkes Team: Franziska Kommer und Thorsten Liebich wollen auch im Finale gemeinsam erfolgreich sein. (© Foto: Christian Helmig)


In sämtlichen Vorrundenbegegnungen trat Soest mit Alexandra Bezmenov, Jaimy-Gayle van de Wal, Jana Hecking und Franziska Köhler an. Diese Aufstellung erwarten Liebich und die Hallerinnen auch am Samstag im Sportpark. Der Gastgeber setzt ebenfalls auf die Spielerinnen, die bisher zum Einsatz kamen. In den Einzeln sollen Jainy Scheepens, Franziska Kommer, Catrin Levers und Tanja Klee aufschlagen, für die Doppel stehen zudem Christine Sperling und Lisa Halfmann zur Verfügung. Liebich sieht seine Mannschaft als „60:40-Favorit". An den Positionen zwei und drei rechnet er mit offenen Matches, an eins und vier sieht er seine Spielerinnen vorn.

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