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„Bundesliga ist nicht unmöglich“

Joachim Tegelhütter im Interview

Max Maschmann

Wuchtig: Lukas Bensiek ist bereits für Werthers erste Mannschaft in der Landesliga im Einsatz. Auch für die A-Jugend will er in der Rückrunde weiter Tore erzielen. - © Foto: Max Maschmann
Wuchtig: Lukas Bensiek ist bereits für Werthers erste Mannschaft in der Landesliga im Einsatz. Auch für die A-Jugend will er in der Rückrunde weiter Tore erzielen. (© Foto: Max Maschmann)

Vor Beginn des zweiten Saisonteils erklärt Joachim Tegelhütter von der JSG Werther/Borgholzhausen den Erfolg der Spielgemeinschaft. Er spricht auch über die Folgen eines Abstiegs von Werthers erster Mannschaft.

Joachim, Sie sind jemand, den man relativ oft am Wertherberg antrifft. Wie viele Partien der drei höherklassig aktiven Jungenteams haben Sie während der ersten Saisonhälfte gesehen?

JOACHIM TEGELHÜTTER: Ich schätze, drei der A-, zwei der B- und vier der C-Jugend.

Gab es ein Spiel, das Ihnen in besonders guter Erinnerung geblieben ist?

TEGELHÜTTER: Das Spiel der A-Jugend gegen Emsdetten war sicherlich ein Highlight, weil die Halle voll war und das Spitzenspiel auch noch gewonnen wurde.

Wie fällt die Bilanz der drei Mannschaften aus?

TEGELHÜTTER: Die A- und B-Jungen haben sehr guten und erfolgreichen Handball gespielt. Das war mehr, als man verlangen konnte. Die C-Jugend hat wider Erwarten die Qualifikation für die Oberliga-Vorrunde geschafft. Leider hing das Ganze zu sehr von Paul Wilhelm ab, worauf sich die anderen Teams eingestellt haben. Trotzdem hat die Mannschaft die Hinrunde vernünftig zu Ende gespielt.

Die A- und B-Jugend führen die Landesliga-Tabelle an, die von Ihnen trainierte D-Jugend mischt in der Kreisliga vorne mit. Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?

TEGELHÜTTER: Wir sind im Trainerteam mit guten Leuten aufgestellt, die das Handwerk verstehen. Zudem haben wir den entsprechenden Zulauf an Jugendlichen mit Potenzial, den es braucht, damit die Räder ineinandergreifen.

Sportlicher Erfolg lockt andere Vereine an. In Paul Wilhelm hat die JSG ein Ausnahmetalent an GWD Minden abgegeben. Wird so etwas in Zukunft noch häufiger der Fall sein?

Sieht die JSG gut aufgestellt: Joachim Tegelhütter. - © Foto: HK
Sieht die JSG gut aufgestellt: Joachim Tegelhütter. (© Foto: HK)

TEGELHÜTTER: Das ist sicherlich nicht ausgeschlossen, denn es gibt Spieler, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. In der Hinsicht bin ich aber relativ gelassen.

Weshalb?

TEGELHÜTTER: Es wäre eine schlechte Jugendarbeit, wenn sie nur einen guten Spieler hervorbrächte. Außerdem ist es doch eine Auszeichnung für den Verein, wenn GWD Minden an Paul Wilhelm Interesse hat.

Was würde ein Abstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga für die Wertheraner Jugendarbeit bedeuten?

TEGELHÜTTER: Kurzfristig nicht viel. Die A-Jugend wird ja noch ein Jahr zusammenbleiben. Es wäre aber sicher einfacher, wenn die Erste den Klassenerhalt schaffen würde.

Wären die zuletzt formstarken Fynn Huxohl oder Lukas Bensiek im Falle eines Abstiegs zu halten?

TEGELHÜTTER: Fynn hat ja noch ein A-Jugend-Jahr vor sich. Er ist aber sicherlich einer, bei dem in Zukunft viele Vereine anfragen werden. Es wäre auch ziemlich blauäugig, daran nicht zu glauben. Ansonsten muss man versuchen, so viele Spieler wie möglich zu halten.

Was sind die Ziele der drei Teams in der nächsten Spielzeit?

TEGELHÜTTER: Wir werden versuchen, mit der A-Jugend die höchste Qualifikationsrunde zu spielen. Bei dem Potenzial, das die Mannschaft hat, wäre es eine Enttäuschung, wenn es nicht zumindest für die Oberliga reichen würde. Die B- und C-Jugend werden ebenfalls die Aufstiegsrunden absolvieren. Man muss abwarten, was dabei herausspringt.

Ist für die A-Jugend in der nächsten Saison sogar die Bundesliga denkbar?

TEGELHÜTTER: Ich halte das nicht für unmöglich. Coach Sven-Hendrik Janson hat verlauten lassen, dass er in der nächsten Saison eine Mannschaft trainieren möchte, die mindestens die Oberliga-Qualifikation schafft. Ich kann mir vorstellen, dass er mit seinem Team dann auch das große Ziel angreifen will.

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