Auf dem richtigen Weg

Hesselteich und Handballkreis mit Endrunde zufrieden

Christian Helmig

Gute Gastgeber: Andreas Kattenbaum und die Spvg. Hesselteich freuten sich wie hier im Viertelfinalspiel gegen Loxten, über volle Tribünen. - © andre schneider
Gute Gastgeber: Andreas Kattenbaum und die Spvg. Hesselteich freuten sich wie hier im Viertelfinalspiel gegen Loxten, über volle Tribünen. (© andre schneider)

Versmold. „Die Nummer eins im Kreis sind wir!“, sangen die Sportfreunde Loxten und tanzten über das Parkett. Es war der würdige Abschluss zweier stimmungsvoller Tage in der Sparkassen-Arena, begleitet von jeweils rund 500 Zuschauern.

Dass sich selbst ein haushoher Favorit, der jahrelang gar nicht am Wettbewerb teilgenommen hatte, so ausgelassen über seinen Erfolg freut, beweist: Der Kreispokal hat seit der Reform vor zwei Jahren in der heimischen Handball-Szene eine Menge an Sympathie und Prestige gewonnen. „Wir sind auf dem richtigen Weg und werden von Jahr zu Jahr besser", zog schließlich auch Spielleiter Heinz-Hermann Jerrentrup ein überaus zufriedenes Turnierfazit. Ein Lob, das nicht zuletzt an die Adresse des diesjährigen Gastgebers ging.

Schon im Viertelfinale ist „Bambule"

Das Orgateam der Spvg. Hesselteich um Regina Wagemann hatte mit großer Manpower und viel Liebe zum Detail für einen reibungslosen Ablauf von Viertelfinale und Endrunde gesorgt – und Jerrentrup eine seltene Erfahrung beschert. „Endlich hatte ich mal Zeit, mir ein paar Spiele in Ruhe anzugucken und musste mich nicht selbst um alles kümmern", berichtet der Funktionär aus Borgholzhausen schmunzelnd.

Zufrieden: Heinz-Hermann Jerrentrup. - © Foto: Andre Schneider
Zufrieden: Heinz-Hermann Jerrentrup. (© Foto: Andre Schneider)

So verfolgte er auch den emotionalen Höhepunkt des ersten Turniertages: Als die Frauen der Spvg. Hesselteich dem Oberligisten und späteren Turniersieger TV Verl im Viertelfinale nach 3:8-Rückstand mit dem Heimvorteil im Rücken noch ein 13:13-Unentschieden abtrotzten, war „richtig Bambule in der Halle". Genau diese Momente sind es, die Jerrentrup am aktuellen Modus festhalten lassen – auch wenn er die vereinzelte Kritik aufgrund langer Wartezeiten zwischen den Spielen natürlich wahrgenommen hat. „Für die Frauenmannschaften aus den unteren Ligen ist es ein besonderes Erlebnis, einmal vor einem größeren Publikum zu spielen", verteidigt er die gemeinsame Austragung der Viertelfinalgruppen von Männer und Frauen.

So bleiben Kleinigkeiten, an denen der Kreisvorstand feilen möchte: Zum Beispiel könne die Wahl der besten Spielerinnen und Spieler statt von den Trainern der Endrunde künftig von einer neutralen Jury vorgenommen werden, schlägt Jerrentrup vor.

Eine Sache, die sich auf keinen Fall ändern wird, ist der freie Eintritt für die Zuschauer. Anders als der Fußballkreis Bielefeld, der beim Haller-Kreisblatt-Cup zwischen Weihnachten und Neujahr an selber Stelle erstmals fünf Euro erhoben hatte, spricht sich Jerrentrup gegen diese Maßnahme aus. „Das Kreispokalturnier soll eine Werbung für den Handball sein und die Vereine und Zuschauer nicht zusätzlich belasten", argumentiert er. „Unsere Kosten sind durch Sponsoren und die Kreiskasse gedeckt."

Die Versmolder Arena betrachtet Jerrentrup nach wie vor als idealen Austragungsort. Er kann sich gut vorstellen, am ersten Januarwochenende des kommenden Jahres erneut dorthin zurückzukehren, „wenn wir die Möglichkeit dazu bekommen". An Bewerbern für den Gastgeberverein dürfte es in der handballverrückten Stadt nicht mangeln.

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