In Sachen Wohnbebauung tut sich was in Werther

Kerstin Spieker

Da geht noch was: Fünf bis sechs Baugrundstücke könnten in den Gärten von Häusern am Wellenpöhlen entstehen. Die Stadt möchte Eigentümerinteressen erkunden. Eine Voranfrage liegt vor. - © Foto: Herbert Gontek
Da geht noch was: Fünf bis sechs Baugrundstücke könnten in den Gärten von Häusern am Wellenpöhlen entstehen. Die Stadt möchte Eigentümerinteressen erkunden. Eine Voranfrage liegt vor. (© Foto: Herbert Gontek)

Werther. Beim Thema Wohnbebauung droht das Städtchen Werther den Anschluss an seine Nachbarn zu verlieren. Rund herum weisen Kommunen Baugebiete aus, die unter den Bauwilligen meist auf großes Interesse stoßen. In Werther ist es fast zehn Jahre her, dass mit dem Areal nördlich der Käppkenstraße ein größeres Gebiet mit 28 Grundstücken erschlossen wurde. Allein innerorts gab es einzelne Plätze im Zuge städtischer Bebauungsverdichtung.

Zumindest in kleineren Schritten könnte sich jetzt zeitnah etwas tun im Böckstiegelstädtchen. Da ist zum einen das Wohnbaugebiet Weinhorst im Ortsteil Häger. Hier sollen, im Bereich hinter der Gaststätte Weinhorst gelegen, elf Bauplätze entstehen. Am Dienstagabend stimmte der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt der Erschließung des Areals über den Leinenbrink zu. Diskutiert worden war parallel eine Erschließung über die Engerstraße.

Hierfür hätte es aber einer Bebauungsplanänderung bedurft. Und für die rechnete die Verwaltung mit zwölf bis 18 Monaten Verfahrensdauer. „Keine weitere Verzögerung", lautetet der knappe Kommentar von Birgit Ernst (CDU). Zumal ein Vorteil in der Erschließung über die Engerstraße von Politik und Verwaltung nicht gesehen wurde. Mit der Zustimmung zum Erschließungskonzept ebnet sich der Weg dafür, dass schon 2018 die Bagger in Häger anrollen können.

Eine nennenswerte Verdichtung der innerstädtischen Bebauung könnte sich auch im Bereich Wellenpöhlen ergeben. Hier stellte ein Anlieger eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Einfamilienhauses auf seinem hinteren Grundstück. Dafür allerdings wäre eine Bebauungsplanänderung von Nöten, stellte die Verwaltung fest. Seinerzeit sei der von der Stadt beabsichtigte Plan nicht zustande gekommen, weil die Anwohner mehrheitlich keine Bebauung ihrer hinteren Grundstücke gewollt hätten, informierte Bürgermeisterin Marion Weike.

Nun soll in Gesprächen mit den Eigentümern geklärt werden, ob sich die vorherrschende Meinungslage inzwischen geändert hat. „Dann könnten wir das gesamte Areal neu ordnen", schlug die Bürgermeisterin vor. Immerhin sei der Standort mal für elf Häuser vorgesehen gewesen. Somit wurde die Bauvoranfrage des einzelnen Wellenpöhlen-Anliegers zunächst negativ beschieden.

Noch nicht auf der Tagesordnung der Planungs- und Bauausschusssitzung stand am Dienstag, wie berichtet, das geplante Baugebiet Blotenberg. Hier hatte nach Angaben des Bauamtes die hohe Zahl der Einwendungen für eine erhebliche Verzögerung gesorgt. Vorgesehen ist nun, den Blotenberg zu Beginn des nächsten Jahres auf den Weg zu bringen. Das Areal böte doppelt so viele Baugrundstücke wie das Baugebiet Weinhorst.

Ebenfalls in der Warteschleife, allerdings noch mit ungewisser Zeitplanung, ist die Bebauung an der Weststraße, wo ebenfalls mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen. Das Areal befindet sich, wie auch die Baugrundstücke in Häger und am Wellenpöhlen, in privater Hand. Ändern soll sich das jetzt zeitnah für das Baugebiet Weinhorst. Man habe sich mit dem Eigentümer geeinigt, erklärte Marion Weike.

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