Kindermeilen-Projekt: Sie sorgen für ein prima Klima

Aktion mit Nachhaltigkeit

BIRGIT NOLTE

Sammelten Klimapunkte: Luis Schweden (von links), Moritz Schäfer, David Lauter, Yasmin Sumann, Elina Fedeler und Thea Autering setzen auf das Fahrrad oder ihre Beine beim Schulweg. - © Foto: Birgit Nolte
Sammelten Klimapunkte: Luis Schweden (von links), Moritz Schäfer, David Lauter, Yasmin Sumann, Elina Fedeler und Thea Autering setzen auf das Fahrrad oder ihre Beine beim Schulweg. (© Foto: Birgit Nolte)

Werther. Dass es für das Klima besser ist, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen, wussten die meisten Grundschüler schon vor dem Kindermeilen-Projekt. Während der zwei Wochen, in denen die Aktion in insgesamt sieben Klassen an den Standorten Werther und Langenheide lief, sind den Jungen und Mädchen noch viel mehr gute Ideen gekommen. Wie beispielsweise einen »Lichtdienst« in der Schule einzuführen.

Der würde ganz ähnlich wie beispielsweise ein Tafeldienst funktionieren. Im Wechsel wären Schüler dafür verantwortlich, dass das Licht während der Pausen und nach dem Unterricht im Klassenzimmer ausgeschaltet wird. „Das brennt auch ganz oft, wenn draußen die Sonne scheint", haben Moritz, Yasmin, David, Thea, Elina und Luis festgestellt

Für diese Viertklässler war es besonders leicht, auch darüber hinaus Klimapunkte zu sammeln: „Wir kommen sowieso immer zu Fuß zur Schule." Trotzdem haben sie Verständnis, dass das nicht bei allen Kindern funktioniert. „Oft müsste der ganze Morgen ganz anders organisiert werden", gibt David zu bedenken, hat aber auch gleich einen Verbesserungsvorschlag: „Es wäre schon toll, wenn diese Eltern dann auch gleich die Kinder aus der Nachbarschaft mitnehmen würden."

Doch auch wer mit dem Auto gebracht wird, konnte bei dem Projekt Punkte sammeln. Dafür reichte schon ein Biss in einen Apfel aus regionaler Produktion, der keinen weiten Weg zurückgelegt hat, um im heimischen Supermarkt angeboten zu werden.

Klimaschutzmanagerin Annika Nagai und der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Guido Neubauer, waren jetzt zum Abschluss der Kindermeilen-Aktion in die Grundschule gekommen. Beide nahmen viele Anregungen von den Kindern mit. Beispielsweise den Wunsch nach mehr Fahrradständern und Radwegen. Außerdem hofften die Kinder, dass der »Hubbel« zwischen Venghauss-Platz und Stadtpark verschwindet. Besonders wenn es nass ist, sei es sehr gefährlich, mit dem Rad über dieses Hindernis zu fahren.

Darüber hinaus wünschten sich die Kinder ein konkretes Belohnungssystem für die fleißigsten Kindermeilensammler an der Schule. „Das wäre sicherlich ein toller Ansporn", schmunzelte die stellvertretende Schulleiterin Katja Kleinemas. Annika Nagai, die bei dem Projekt mit dem Kreis zusammengearbeitet hat, wird das Ergebnis der Grundschule auf jeden Fall an das Klima-Bündnis weiterleiten. Und wer weiß: Vielleicht ist bei gutem Abschneiden ja sogar von oberer Stelle eine Belohnung drin.

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