Anzeige

Drei kleine Sonnen für großen Einsatz

Engagiert: Rolf Krause, Kerstin Maaß und der Dorfladen Häger bekommen die "little sun"

Von Ekkehard Hufendiek

Verleihung: Hanns Lindemann, Jörg Meya, Regine Thamm-Wind, Werner Glenewinkel und Uwe Gehring freuen sich über die Gewinner des 1. Klima-Preis in Werther Ralf Krause, Kerstin Maaß und Wolfgang Lamek. - © Ekkehard Hufendiek, HK
Verleihung: Hanns Lindemann, Jörg Meya, Regine Thamm-Wind, Werner Glenewinkel und Uwe Gehring freuen sich über die Gewinner des 1. Klima-Preis in Werther Ralf Krause, Kerstin Maaß und Wolfgang Lamek. (© Ekkehard Hufendiek, HK)

Werther. Für Hanns Lindemann ist der Begriff des Klimawandels eine Verniedlichung. Stattdessen bezeichnet das Mitglied des Bürgerforums, das sich seit April 2014 für eine klimagerechte Zukunft einsetzt, den Klimawandel als eine „menschengemachte Klimazerstörung." Das Ziel des Klimastammtisches ist eine Verbesserung des Klimas. Das könne nur gelingen, wenn viele Bürger sich lokal engagieren, sagte Lindemann weiter.

Rolf Krause setzt sich täglich lokal für die Umwelt ein. Auf dem Weg zur Arbeit. Denn er fährt seit 22 Jahren jeden Tag von der Nordstraße in Werther bis zu seiner Früh- oder Spätschicht nach Bethel mit dem Fahrrad. 15 Kilometer hin, 15 Kilometer zurück – bei Wind und Wetter. Er habe sich bewusst gegen das bequemere Auto entschieden, erzählt er bei der Preisübergabe. Dafür überreichte ihm jetzt der Klimastammtisch die erste Solarlampe »little sun« als symbolische Ermutigung.

Einen zweiten Klimapreis hat der Vorstand des Dorfladens in Häger erhalten. In der Begründung heißt es: „ ... für die Beharrlichkeit einen Dorfladen zu gründen und zu betreiben und damit für eine lokale Nahversorgung zu sorgen.". Wolfgang Lamek vom Vorstand des Ladens wünschte sich durch die Anerkennung mehr Aufmerksamkeit: „Die Wertheraner, die noch nicht über die Schwelle des Ladens gekommen sind, sollen das mal tun", sagte er.

Den dritten Klimapreis bekam die Agrarbetriebswirtin Kerstin Maaß für die Förderung „regionaler Produktionsweisen" und für ihre Treckerfahrt nach Berlin am 21. Januar 2017. Sie betreibe eine naturnahe und umweltschonende Landwirtschaft und setze sich auch politisch für sie ein, sagte der Stammtisch in seiner Begründung.

Kerstin Maaß indes erinnerte nach der Preisübergabe auch an die konventionellen Bauern, die dem Markt schutzlos ausgesetzt seien. Jeder könne zur Verbesserung ihrer Situation beitragen, „indem er seine Nahrung bewusst auswählt", sagte sie.

Anzeige

Copyright © Haller Kreisblatt 2017
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

captcha
Anzeige
Anzeige
Anzeige