Welches Pflaster kriegt die Versmolder Innenstadt?

Marc Uthmann

Kai-Uwe Grawe vom Bauhof mit den verschiedenen Varianten. - © Marc Uthmann
Kai-Uwe Grawe vom Bauhof mit den verschiedenen Varianten. (© Marc Uthmann)

Versmold. Statt »1, 2 oder 3« wie in der einst beliebten ZDF-Kindershow heißt es vor dem Versmolder Rathaus bis Mitte nächster Woche »A, B oder C«. Die Stadt hat drei Muster für das künftige Pflaster der Innenstadt aufbauen lassen und bittet die Bürger jetzt um ihre Meinung.

Kai-Uwe Grawe und seine Kollegen vom städtischen Bauhof haben das Material für den Aufbau mit herbeigeschafft und versichern sich jetzt, ob die kleine Bürgerecke auch komfortabel installiert ist. Denn wer seine Meinung zum neuen Pflaster abgeben will, kann sich einen Zettel aus der Box nehmen, die drei Varianten auf einer eigens installierten Schreibunterlage benoten und sein Votum dann wenige Meter weiter in den städtischen Briefkasten werfen. Das ist bis einschließlich Dienstag, 13. Februar, möglich.

Möglichst effizient soll sie also sein, die Bürgerbeteiligung in dieser stadtbildprägenden Frage – schon am kommenden Mittwoch, 14. Februar, will der Bürgermeister die Ergebnisse in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vorstellen, wenn die Auswahl beraten wird. Die öffentlich zugängliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus der Stadt im kleinen Sitzungssaal. Es dürfte für die Kommunalpolitiker ein spannender Fingerzeig sein, wie ihre Bürger über die Alternativen denken.

Variante A kommt in Weiß, Grau und Beige übrigens eher mediterran daher, während Variante B unter dem Motto »Pflaster Sylt« auch kräftige Rottöne mit grauen und beigen Pflastersteinen kombiniert. Variante C präsentiert Farben, die im Stein verlaufen, Rötlich und Dunkelgrau.

Bei allen drei präsentierten Möglichkeiten wird Naturstein verwendet, die nicht nur eingefärbt sind, sondern so genannte farbliche Zuschlagstoffe erhalten. „Das hat den Vorteil, das sie nicht im Lauf der Jahre verblassen", erklärt Thomas Wiese von der Stadtverwaltung, der über alle Feinheiten des Pflasters trefflich referieren kann.

An diesem Samstag treffen die Bürger auf geballte Kompetenz, wenn sie sich zu einem Spaziergang auf dem Rathausvorplatz entschließen sollten. Zwischen 9 und 12 Uhr stehen Mitarbeiter bei den Musterflächen zu Verfügung, um Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten.

Doch die Debatte beginnt bereits am Freitagvormittag. Gerade hat Thomas Wiese erklärt, was es mit den Pflasterarten auf sich hat, da befindet er sich schon mitten in einer Fachsimpelei mit Passanten. „Wäre das alte Pflaster nicht auch noch gut gewesen?", wird das gefragt oder „Wie habt ihr das vor?" Genau diesen Dialog hatten die Verantwortlichen im Rathaus angestrebt.

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