Sommersportcamp: Jeden Tag eine andere Sportart

Max Backhaus

Sommersportcamp 2017, Stadtsportverband
Matthias Kath (von links) mit Robin Rühlemann, Jeremy Brosch und Bo Uthmann - © Max Backhaus, HK
Sommersportcamp 2017, Stadtsportverband
Matthias Kath (von links) mit Robin Rühlemann, Jeremy Brosch und Bo Uthmann (© Max Backhaus, HK)

Versmold. Basketball, Handball, Badminton, Fußball, Golf und Tanzen – da ist für jeden etwas dabei. Doch muss man sagen – und das ist auch ganz normal – dass nicht alles für jeden geeignet ist. Bei der nunmehr vierten Auflage des Sommersportcamps ist es für die 18 Betreuer der Sportvereine und die zehn AWO-Mitarbeiterinnen mittlerweile ein Leichtes, damit umzugehen.

Anstatt das Spielfeld aufzubauen und lediglich einen Ball in die Mitte zu werfen, hören sie genau hin. Da einige Kinder keine Lust mehr auf Basketballspielen haben, rufen die Betreuer Anna Maschmann und Malte Fenske zu einer Alternativabstimmung auf. Na gut, dann wird eben das Lauf- und Fangspiel »Chinesische Mauer« – gespielt. Hauptsache die Kinder sind glücklich.

Sommersportcamp: Jeden Tag eine andere Sportart

Maschmann ist bereits zum dritten Mal als Betreuerin von der SG Oesterweg dabei. „Man nimmt jedes Jahr neue Erfahrungen mit, die einem beim Umgang mit den Kindern helfen“, sagt die 18-Jährige. Seit Dienstag benutzen die Betreuer ein Namensschild, so würden sich die Kinder laut Maschmann eher trauen, einen anzusprechen.

Eine andere Gruppe spielt vormittags fleißig in der Sparkassenarena Handball, ehe es zum Mittagessen in die Parklounge geht. Dort stehen die Woche über nicht nur Pizza und Spaghetti auf dem Speiseplan, sondern auch außergewöhnlichere Mahlzeiten wie ½evap¼i¾i oder mediterranes Gemüse mit Penne und Hähnchen.

Andere Gruppen verbringen ihre Mittagspause in der Sekundarschulmensa oder auf dem Peckeloher Golfplatz.Nach dem Essen macht sich die Handballgruppe erst einmal auf zum Bärchenspielplatz im Stadtpark, ehe es wieder aufs Parkett geht, denn Abwechslung muss schließlich sein.

Ein paar Meter weiter fliegen in der Realschulhalle die Federbälle durch die Luft. In der einen Ecke erklärt Matthias Kath vom SC Peckeloh den Kindern, indem er den Ball mit einem Plastikband verbunden hatte, mit welchem Teil des Schlägers, dieser getroffen werden muss. In der anderen scharen sich einige Kinder um die Gruppenbegleiterin Doris Wojciechowski von der AWO, die den Kindern das Brettspiel Solitär beibringt.

Beim Golfen ist Lars Laumann mit Feuer und Flamme dabei: „Wenn man wütend ist, kann man richtig draufschlagen“, sagt er und erklärt, warum er Golf besser findet als Fußball oder Handball: „Dem Ball tut das nämlich nicht so weh.“ Seine Gruppenbegleiterin Marita Breitsprecher ist zum ersten Mal dabei und gleich voll und ganz vom Konzept überzeugt: „Für Daheimgebliebene ist das Sommersportcamp wirklich eine super Alternative zu PC und Fernseher.“

Gemeinsam mit Anja Pelster-Strupat hat Marianne Kampwerth vom Stadtsportverband vor der Woche alle Betreuer darauf hingewiesen, dass die Kinder freiwillig da seien und auf deren Ideen gerne eingegangen werden darf. Soweit die Theorie, allerdings lässt sich schon kurz vor dem Ende des diesjährigen Sommersportcamps sagen, dass dieses Vorhaben tatsächlich prima geklappt hat.

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