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Die Bemühungen zahlen sich aus

Abi und dann?

Max Backhaus

Nah dran: Laura Fugmann (vorne links) von Bertelsmann hat erst vor zwei Jahren Abitur gemacht, jetzt steht sie den Versmolder Gymnasiasten über ihre Berufschancen im Unternehmen Rede und Antwort.


Nah dran: Laura Fugmann (unten links) von Bertelsmann hat erst vor zwei Jahren Abitur gemacht, jetzt steht sie den Gymnasiasten Rede und Antwort. - © Foto: Max Backhaus
Nah dran: Laura Fugmann (vorne links) von Bertelsmann hat erst vor zwei Jahren Abitur gemacht, jetzt steht sie den Versmolder Gymnasiasten über ihre Berufschancen im Unternehmen Rede und Antwort.


Nah dran: Laura Fugmann (unten links) von Bertelsmann hat erst vor zwei Jahren Abitur gemacht, jetzt steht sie den Gymnasiasten Rede und Antwort. (© Foto: Max Backhaus)

Versmold. Das von den Organisatoren Rosemarie Baumeister und Jürgen Uthmann als „das größte Projekt seit Gründung des Fördervereins" betitelte Konzept »Schule trifft Unternehmen – Unternehmen trifft Schule« (UTS) trägt Früchte. Der ehemalige Schüler Jannik Bischof besuchte bei den beiden vergangenen Aktionstagen jeweils den Vortrag von Claas und hielt per Mail Kontakt zur Personalchefin des Harsewinkelers Landmaschinenherstellers. Mit Erfolg: Seit Sommer macht der 18-Jährige eine duale Ausbildung bei Claas.

Eine Geschichte, auf die auch das Fernsehen aufmerksam geworden war. Ein Kamerateam vom WDR begleitete Jannik Bischof bei der Arbeit und filmte jetzt zudem am Mittwoch die beiden Schülerinnen Madita Hardiek und Evelyn Krempin in der Schule bei den Vorträgen.

Noch nicht ganz so weit wie Bischof, aber auf einem guten Weg ist Sophie Nell. Die 17-Jährige nahm bereits zum zweiten Mal am Aktionstag teil. Die Schüler der Einführungsphase EF und der Q1 durften sich von den 18 anwesenden Unternehmen mindestens zwei aussuchen, um einen Einblick in verschiedene Berufe zu erlangen. Sophie Nell wählte die Schüchtermann-Klinik und die Kreispolizeibehörde, bei der sie nach ihrem Abitur ohnehin anfangen möchte. „Wenn das nichts wird, ist die Schüchtermann-Klinik jetzt Plan B", erzählt die Elftklässlerin, die vor allem von der Vielfalt der Klinik beeindruckt ist. „Man kann sogar eine Ausbildung zur Operationsassistentin machen, ohne studiert zu haben", erklärt sie.Zusätzlich zu ihren beiden Wunschberufen hörte sie sich den Vortrag der Firma Bertelsmann an.

Die drei Redner, allesamt selbst noch knappe 20 und in der Ausbildung, kamen gerade wegen des geringen Altersunterschiedes gut bei den Gymnasiasten an. So berichteten sie weniger über die Unternehmensstruktur Bertelsmanns, sondern mehr über das, was die Schüler wirklich interessiert: Was muss man können für welchen Job? Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab? Wie anstrengend ist eine duale Ausbildung? Mit Ehrlichkeit und Offenheit versuchten viele Unternehmen, die Schüler für sich zu gewinnen.

Ohne Spenden ist es schwierig

Apropos gewinnen: Bereits im Sommer sprach Mitinitiator Jürgen Uthmann von einer Win-win-Situation für Schüler und Unternehmen und wies darauf hin, dass die Voraussetzung für das UTS-Projekt jedoch finanzielle Unterstützung von außerhalb ist. Diese sollte durch einen Fragebogen, der an zahlreiche Unternehmen verschickt wurde, gesichert werden. „Lief schlecht", lautet das knappe Fazit Uthmanns dazu. Im Anschluss an den Aktionstag betonte Schulleiter Hans-Peter Schmackert in Anwesenheit der meisten Firmen deshalb einmal mehr die Dringlichkeit von Spenden. Öffentlichkeitsarbeit könnte da helfen.

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