Zusammenspiel von Lesung und Konzert

111-jähriges Bestehen der Buchhandlung Krüger

Marion Stickan

Grandios: The Beatles Connection mit Benjamin Heisel als Paul McCartney (von links), Jens Bäumler als George Harrison, Jasper Meister als Ringo Starr und Alexander van den Berg als John Lennon rockten die Hauptschulaula mit Hits von den Beatles. - © Foto: Marion Stickan
Grandios: The Beatles Connection mit Benjamin Heisel als Paul McCartney (von links), Jens Bäumler als George Harrison, Jasper Meister als Ringo Starr und Alexander van den Berg als John Lennon rockten die Hauptschulaula mit Hits von den Beatles. (© Foto: Marion Stickan)

Versmold. Wer kennt sie nicht die unvergleichlichen Erfolge der Beatles aus Liverpool, die mit Songs wie »Let it be« oder »A hard days night« weltberühmt wurden. In einer Zeit, in der die Menschen im Cocktailsessel dem auf dem Nierentisch stehenden Transistorradio lauschten und der Fernseher noch schwarzweiß ausstrahlte. Einer von ihnen, John Lennon, der am 9. Oktober 75 Jahre alt geworden wäre, stand im Mittelpunkt der Lesung.

Schauspieler Achim Amme, der aus der Biografie von Philip Norman und anderen Aufzeichnungen über den außergewöhnlichen Musiker las, brachte dabei den mehr als 170 Zuschauern in der Hauptschulaula das Leben des legendären Liverpoolers in den Anfängen nahe. Die besondere Auswahl der Texte, die jeweils die Vorgeschichte zum nächsten Song beschrieben, und Ammes ausdrucksstarke Vortragsweise über die frühen Jahre Lennons bis zum Kennenlernen von Paul McCartney am 6. Juli 1957 machten die Lesung zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Die Band The Beatles Connection mit originalgetreuen Instrumenten und stilechtem Anzug brachte zwischen den einzelnen Passagen die entsprechenden Stücke mit viel Herzblut authentisch rüber. Dabei wurde klar, wie die großen Hits entstanden und woher die Songwriter ihre Inspirationen nahmen. So verarbeitete John Lennon beispielsweise in »Do you want to know a secret« seine Lieblingsbücher »Alice im Wunderland« oder »Alice hinter den Spiegeln«. Die hatte er als Kind mit Hingabe auf einer roten Decke liegend, gelesen. Ebenso waren ihm bewusst Abende mit seiner Mutter in Erinnerung geblieben.

Oder der Song »You can’t do that« lässt an sein Leben bei seiner Tante Mimi denken, die Struktur und Ordnung in Johns Leben brachte. „Das Wechselspiel ist total super und macht einfach Spaß. Durch die Lesung von Achim Amme versteht man den Hintergrund der Lieder viel besser“, meinte Besucherin Stefanie Hitzemann in der Pause begeistert.

„Die Beatles und John Lennon haben mich dazu gebracht, mit 15 Jahren meinen ersten Songtext zu schreiben“, erzählte Schauspieler, Musiker und Autor Achim Amme. „Für mich geben sie Anlass, selber kreativ zu werden und haben mich stark geprägt – sowohl musikalisch als auch politisch“, so Amme weiter über den Einfluss der erfolgreichen Band auf sein eigenes Leben.

Kombination aus Lesung und Konzert ein großer Gewinn

Feierten 111 Jahre Krüger: Ute Sahrhage (von links), Christa Brüning, Gesine Klack, Benjamin Heisel (Paul McCartney), Olivera Roesler, Achim Amme, Jens Bäumler (George Harrison), Alexander van den Berg (John Lennon) und Jasper Meister (Ringo Starr). - © Foto: Marion Stickan
Feierten 111 Jahre Krüger: Ute Sahrhage (von links), Christa Brüning, Gesine Klack, Benjamin Heisel (Paul McCartney), Olivera Roesler, Achim Amme, Jens Bäumler (George Harrison), Alexander van den Berg (John Lennon) und Jasper Meister (Ringo Starr). (© Foto: Marion Stickan)

Für beide Seiten, Coverband und Vorleser, sei diese Kombination aus Lesung und Konzert ein großer Gewinn ist Achim Amme überzeugt. Auch Zuschauer Helmut Welland fand die Mischung richtig gut: „Ich bin mit der Musik aufgewachsen und finde es großartig, wie Amme und die Band zusammen harmonieren“, so der Wertheraner.

Ein bisschen traurig waren viele schon, dass Amme nach der Pause nicht mehr weiterlas, aber das weckte bei einigen auch die Lust auf das Buch, um mehr über den charismatischen Songwriter John Lennon zu erfahren.

Die Braunschweiger Band legte nach der Pause noch einmal richtig los und spielte einen großen Hit nach dem anderen. Die Lieder »Get back, Back in the U.S.S.R«, »Revolution«, »I want to hold your hand«, »Hey Jude« und viele weitere hielten die Zuschauer nicht mehr länger auf ihren Sitzen – am Ende klatschten, sangen und tanzten alle begeistert mit. Ein grandioser Abend unter dem Motto »All you need ist love«, den die Besucher sichtlich genossen.

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