Christina Kampmann erklärt Breitbandausbau

Jonas Damme

Planen ein Update: Bereits 2015 hatten Heiko Hartleif, Christina Kampmann und Bürgermeister Klaus Besser über den Stand der Internetverbindungen in Steinhagen gesprochen. Archivfoto: Birgit Nolte - © Foto: Birgit Nolte
Planen ein Update: Bereits 2015 hatten Heiko Hartleif, Christina Kampmann und Bürgermeister Klaus Besser über den Stand der Internetverbindungen in Steinhagen gesprochen. Archivfoto: Birgit Nolte (© Foto: Birgit Nolte)

Steinhagen. Das Thema »Internetgeschwindigkeit« brennt vielen Steinhagenern auf den Nägeln. Während die Anforderungen der Onlinedienstleister jährlich steigen, scheint der Netzausbau auch in Steinhagen nur langsam vonstatten zu gehen. Gerade wer in den Außenbereichen wohnt, kann von dreistelligen Downloadraten nur träumen.

Beim Diskussionsabend mit Christina Kampmann will der SPD-Ortsverein über den Stand der Dinge sprechen und von der Landtagsabgeordneten hören, was Düsseldorf in den kommenden Jahren anstoßen will.

Gegenwärtig wird der Netzausbau in Steinhagen vor allem mit der Übergangstechnologie VDSL der Telekom und dem Kabelnetz von Unitymedia betrieben. Dadurch stehen zurzeit in weiten Bereichen der Gemeinde Bandbreiten zwischen 50 und 400 Mbit/s im Download zur Verfügung. Immer vorausgesetzt der Internetnutzer wohnt nahegenug am nächsten Glasfaser-Verteilerkasten

Ziel soll es aber sein, so die Steinhagener SPD, dass jeder Haushalt, jeder Gewerbebetrieb und jede Schule direkt ans große Glasfasernetz angeschlossen wird. Bei diesem Ziel spricht man offiziell von der FTTH-Technologie (englisch für: Fibre To The Home). Der Ortsverein fordert deshalb, auf die Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen und die verschiedenen Netzbetreiber ei nzuwirken, damit in den Neubaugebieten sofort die FTTH-Technologie verbaut wird. Im Bestand dagegen solle man den Ausbau der schon installierten VDSL-Technik weiter fördern.

Auf Antrag der SPD-Fraktion beschloss der Rat im vergangenen Jahr, die Verwaltung zu beauftragen, einen Bericht zum Stand des Breitbandausbaus und der Digitalisierung in der Gemeinde zu erstellen. Dabei ging es insbesondere darum, die schon umgesetzten Maßnahmen aufzuführen und Möglichkeiten der Einwirkung der Kommune auf die Beschleunigung der Internetzugänge aufzuzeigen. Mittlerweile ist nicht mehr umstritten, dass die Digitalisierung für eine Gemeinde wichtig ist, um als Standort attraktiv und somit zukunftsfähig zu bleiben.

Christina Kampmann war bis 2015 Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss »Digitale Agenda« sowie Familienministerin in Nordrhein-Westfalen. Als direkt gewählte Abgeordnete vertritt sie ihre Partei als Mitglied im Landtagsausschuss »Digitalisierung und Innovation«. Neben SPD-Vertretern will auch Bürgermeister Klaus Besser an der Diskussion teilnehmen und referieren, wo die Gemeinde gegenwärtig steht. Für den Kreis Gütersloh ist außerdem der Breitbandkoordinator Jan-Christoph Dübner eingeladen worden.

Info

Mitreden erwünscht

Die öffentliche Veranstaltung »Digitalisierung und kommunale Entwicklung« mit Christina Kampmann und Vertretern von Gemeinde und Kreis findet am kommenden Dienstag, 20. Februar, um 19 Uhr    im Rathaus statt. Alle Interessierten sind eingeladen sich zu beteiligen.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

captcha