Stroh-Unterstand in der Patthorst brennt licherloh

Jonas Damme

Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Abend hinein. - © Jonas Damme, HK
Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Abend hinein. (© Jonas Damme, HK)

Steinhagen. Glück im Unglück bedeutete für die Einsatzkräfte der Löschzüge Brockhagen, Steinhagen und Amshausen Dienstagnachmittag das miserable Wetter: Es goss wie aus Kübeln, als die drei Löschzüge zu einem Reiterhof mitten in der Patthorst anrückten. Dort hatte sich aus noch ungeklärter Ursache gegen 15 Uhr ein etwa zehn Mal 20 Meter großer Stroh-Unterstand entzündet. „Als wir ankamen, brannte es bereits lichterloh", berichtete Feuerwehrsprecher Andreas Kramme dem Haller Kreisblatt vor Ort. Einsatzleiter war Sven Mescher.

Sofort gingen die Einsatzkräfte in einer sogenannten Riegelstellung gegen die Flammen vor, um zu verhindern, dass sie auf die direkt benachbarte Reithalle über griffen. Die dortigen Pferde wurden sicherheitshalber trotzdem evakuiert. Das Übergreifen konnte aber verhindert werden. Menschen waren zu keinen Zeitpunkt in ernsthafter Gefahr.

Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zum entfernten Hydranten

Nicht verhindert werden konnte, dass große Mengen Stroh in Flammen aufgingen. Mit Hilfe eines Radladers wurde das Brandgut auf eine Wiese gefahren, dort ausgebreitet und zusätzlich abgelöscht.

Wegen der einsamen Lage des Gestüts war die Wasserversorgung knapp. Weil das Löschwasser eines Teiches nicht ausreichte, richteten die Feuerwehrleute mit Hilfe der Tanklöschfahrzeuge der Löschzüge aus Hörste und Kölkebeck einen Pendelverkehr zum nächsten Hydranten ein, der mehr als einen Kilometer entfernt war.

Der Einsatz zog sich über viele Stunden. Noch gegen 17 Uhr waren die Löscharbeiten im vollen Gange. Pressesprecher Andreas Kramme ging davon aus, dass sich die Arbeiten noch über Stunden bis in den Abend ziehen würden.

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