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Genossen im Windschatten von Martin Schulz

Kanzlerkandidat sorgt für gute Laune

Von Ekkehard Hufendiek

Genossen in Reih und Glied: Die Steinhagener SPD zeigt sich gut gerüstet für die im Mai stattfindende Landtagswahl. Es präsentieren sich Beisitzer Dieter Strakeljahn (von links), AG 60plus-Verantwortlicher Günter Hillebrecht, Landtagsabgeordneter Hans Feuß, Ehrenvorsitzender Udo Bolte, Beisitzerin Ina Walkenhorst, Beisitzerin Linda Finke, Fraktionsvorsitzende Sabine Godejohann, Kassierer Udo Waschkowitz, stellvertretende Vorsitzende Henrike Hollweg-Lohrer, stellvertretender Vorsitzender Atila Kirbas, Vorsitzender Heiko Hartleif und Beisitzerin Lina Hartleif. - © Foto: Ekkehard Hufendiek
Genossen in Reih und Glied: Die Steinhagener SPD zeigt sich gut gerüstet für die im Mai stattfindende Landtagswahl. Es präsentieren sich Beisitzer Dieter Strakeljahn (von links), AG 60plus-Verantwortlicher Günter Hillebrecht, Landtagsabgeordneter Hans Feuß, Ehrenvorsitzender Udo Bolte, Beisitzerin Ina Walkenhorst, Beisitzerin Linda Finke, Fraktionsvorsitzende Sabine Godejohann, Kassierer Udo Waschkowitz, stellvertretende Vorsitzende Henrike Hollweg-Lohrer, stellvertretender Vorsitzender Atila Kirbas, Vorsitzender Heiko Hartleif und Beisitzerin Lina Hartleif. (© Foto: Ekkehard Hufendiek)

Steinhagen. Heiko Hartleif ist beschwingt. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereines führt am vergangenen Samstag durch die Jahreshauptversammlung in Dünyas Brasserie als würde er ein Fest feiern. Er wird offensichtlich getragen vom Aufwind des designierten Kanzlerkandidatens Martin Schulz.

Der aus dem Amt des Beisitzers zurückgetretene Klaus Besser (links) hat den Platz geräumt für das jüngste Mitglied des SPD-Ortsvereines Lina Hartleif. Das älteste Mitglied Heinz Siekmann ist zum Ehrenmitglied ernannt worden. - © Foto: Ekkehard Hufendiek
Der aus dem Amt des Beisitzers zurückgetretene Klaus Besser (links) hat den Platz geräumt für das jüngste Mitglied des SPD-Ortsvereines Lina Hartleif. Das älteste Mitglied Heinz Siekmann ist zum Ehrenmitglied ernannt worden. (© Foto: Ekkehard Hufendiek)

Alle 29 Mitglieder sind anscheinend in Hochstimmung. „Wir müssen uns nur Martin Schulz angucken", sagt Hartleif. Er gebe der SPD wieder ein inhaltliches Profil. „Wir sind hier deutlich die stärkste Kraft", sagt er weiter. Im Dezember habe die SPD bundesweit bei 20 Prozent gelegen, jetzt liege sie nahezu gleichauf mit der CDU, verkündet Hartleif stolz.

Außerdem stürze die AfD langsam ab: Das ist eine erfreuliche Entwicklung", fügt Hartleif hinzu. Etwas verstört habe ihn hingegen das Verhalten des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der der Bundeskanzlerin Angela Merkel offensichtlich den Handschlag verweigerte. Zudem kritisiert er ein Wahlplakat der jungen Union, dass sich seiner Meinung nach niveaulos über Martin Schulz lustig macht: „Hoffentlich werden persönliche Diffamierung nicht zum Stil der Bundestagswahl", sagt er den Delegierten und fährt mit guten Nachrichten fort.

Der Aufwind der SPD in Steinhagen macht sich auch in der Mitgliederzahl bemerkbar: Von 2014 bis 2016 war die Zahl der Steinhagener Genossen rückläufig. Jetzt vermeldete Hartleif in seinem Rechenschaftsbericht erstmals wieder einen Zuwachs: Sechs Neue Sozialdemokraten verstärken die Partei. Im SPD-Ortsverein Steinhagen sind derzeit insgesamt 113 Mitglieder gemeldet.

Unter den sechs Neuen ist auch Hartleifs Tochter Lina. Die angehende Kinderkrankenschwester ist mit neunzehn Jahren das jüngste Parteimitglied. Sie startet rasant ins politische Leben: Bei ihrer ersten Jahreshauptversammlung wird sie als Beisitzerin zur Wahl aufgestellt und prompt einstimmig gewählt. Zuvor hatte Steinhagens Bürgermeister Klaus Besser seinen Rücktritt vom Amt des Beisitzers erklärt: „Ich habe in meinen Lebenslauf geguckt und festgestellt, dass ich seit 1989 Beisitzer bin – viel zu lange schon. Wir brauchen jüngere Leute", begründete Besser seine Entscheidung. Zuvor haben die Mitglieder den Vorsitzenden Heko Hartleif, die zwei stellvertretenden Vorsitzenden Henrike Hollweg-Lohrer und Atila Kirbas, sowie den Kassierer Udo Waschkowitz wiedergewählt.

Abschließend spricht der Landtagsabgeordnete Hans Feuß von einer Martinisierung in der SPD. „Seit Martin Schulz fokussiert sich die Parteipolitik wieder auf Inhalte", sagt Feuß. Davon könne auch die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der kommenden Landtagswahl am 14. Mai profitieren. Des Weiteren lobt Feuß die „genialen" personalpolitischen Entscheidungen Sigmar Gabriels und sagt, dass drei Dinge die Wahlen entscheiden: die Partei, das Programm und die Person.

„Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, das sind die Werte, die wir vertreten", sagt er weiter und fügt später noch hinzu: „Wir müssen den Leuten klarmachen: Sozis können auch feiern".

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