Sportzentrum an der Masch nimmt Gestalt an

Rolf Uhlemeier

So könnte es in Zukunft aussehen: Der Entwurf der neuen Sportanlage am Schulzentrum Masch, den Markus Illgas am Donnerstag im Ausschuss vorstellte. Im Zentrum ist ein Kunstrasen-Großspielfeld geplant. Grafik: Landschaftsarchitekten Alfred Ulenberg/Markus Illgas - © Alfred Ulenberg/Markus Illgas
So könnte es in Zukunft aussehen: Der Entwurf der neuen Sportanlage am Schulzentrum Masch, den Markus Illgas am Donnerstag im Ausschuss vorstellte. Im Zentrum ist ein Kunstrasen-Großspielfeld geplant. Grafik: Landschaftsarchitekten Alfred Ulenberg/Markus Illgas (© Alfred Ulenberg/Markus Illgas)

Halle . Die Mittel sind im Etat der Stadt Halle bereits eingestellt, jetzt muss nur noch der Ausschuss für Schule und Sport dem Entwurf für die neue Sportanlage südlich des bestehenden Schulkomplexes an der Wasserwerkstraße zustimmen. Landschaftsarchitekt Markus Illgas hatte am Donnerstagnachmittag den Ausschussmitgliedern seine Planungen detailliert vorgestellt. Der Beschlussvorlage der Verwaltung zur Zustimmung für den ersten Bauabschnitt wollten die Politiker allerdings nicht direkt zustimmen, vertagten sich auf den 24. April, um nach internen Beratungen eine finale Entscheidung zu treffen. Danach könnte dann der endgültige Startschuss zum Einstieg in den Genehmigungsprozess für das Großprojekt beginnen.

„Wir wollen so schnell wie möglich anfangen“

Wie berichtet sollen ein Kunstrasenplatz, ein Großspielfeld mit Leichtathletikanlagen und das Vereinsheim des SC Halle im südlichen Bereich des Schulzentrums Masch den Kern einer neuen, vielseitig nutzbaren Sportanlage bilden, das bisherige Areal soll in Bauland umgewandelt werden. „Wir wollen so schnell wie möglich anfangen“, sagt Fachbereichsleiterin Regina Bresser: „Sobald wir einen Beschluss des Ausschusses haben, können die Bauanträge gestellt werden. Wir möchten auf jeden Fall in diesem Jahr starten.“

Im ersten Bauabschnitt ist geplant, die bestehende Flüchtlingsunterkunft zu erweitern und zum Vereinsheim des SC Halle umzubauen. Zudem soll eine Wettkampfanlage mit einem Kunstrasen-Großspielfeld, einer 400-Meter-Kunststoff-Rundlaufbahn, sechs Kurzstreckenbahnen, einer Drei- und Weitsprunganlage sowie einer Hochsprunganlage realisiert werden. Eine Sitzstufenanlage in zwei Reihen aus Beton würde etwa 500 Zuschauern Platz bieten. Das Großspielfeld soll südlich der bestehenden Skateranlage realisiert werden und schließt sich in dem vorliegenden Entwurf direkt an das Vereinsheim des SC Halle an.

Für den ersten Planungsabschnitt hat Landschaftsarchitekt Markus Illgas Kosten in Höhe von 2,67 Millionen Euro kalkuliert. Vorausschauend sind im Etat für das laufende Jahr bereits 2,2 Millionen Euro und für das kommende Jahr 1,1 Millionen eingestellt worden. Für den zweiten Bauabschnitt ist in den Haushaltsplanungen mit 550.000 Euro für 2020 und 500.000 Euro für 2021 kalkuliert worden.

Damit könnten nach dem Vorschlag der Planer nicht nur ein weiteres Kunstrasenspielfeld im Süden, sondern auch ein neues multifunktionales Beachvolleyballfeld sowie ein ebenfalls vielfältig nutzbares Kleinspielfeld direkt neben der Skateranlage errichtet werden. Dieser Komplex wäre auch für die Handball- und Volleyball-Teams der Haller Vereine eine willkommene Ergänzung zu ihren derzeitigen Trainings- und Wettkampf-Möglichkeiten.

Als großen Faktor bei den Kosten nannte Illgas den beträchtlichen Höhenunterschied des Geländes von 1,35 Meter sowie den hohen Grundwasserspiegel von 30 Zentimetern unter der Oberfläche: „Wir werden erhebliche Bodenmassen bewegen müssen. Dabei ist es erforderlich, den Oberboden um 30 bis 60 Zentimeter abzusenken und den Baugrund entsprechend anzufüllen.“ Die Entwässerung über die vorhandenen Vorfluter bezeichnete der Landschaftsarchitekt indes als unproblematisch.

Nicht ganz so einfach könnte sich nach Ansicht der Ausschussvorsitzenden Renate Bölling (SPD) die Aufteilung der Trainingszeiten im neuen Sportzentrum zwischen den Haller Vereinen gestalten. Den Vorschlag, der Stadtsportverband könnte das federführend übernehmen, wies Udo Kerwien als unrealistisch zurück: „Wir haben keine Verfügungsgewalt über die Sportstätten und können allenfalls moderierend mitwirken.“

Die Frage, ob SG Hesseln einen eigenen Kunstrasenplatz im Ortsteil bekommt, oder künftig die Anlage am Schulzentrum mitnutzen soll, wurde im Ausschuss kurz erörtert. Ein Beschluss wurde nicht gefasst. Mehrere Redner wiesen allerdings darauf hin, dass es im Hinblick auf kurze Wege, Sinn mache, entsprechende Plätze in den Ortsteilen vorzuhalten.

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