Telekom räumt Dokumentationsfehler ein

Uwe Pollmeier

Datenautobahn am Wöstenweg: Frank Winter hätte schon längst im Netz Vollgas geben können, aber niemand wusste es. - © Foto: Pollmeier
Datenautobahn am Wöstenweg: Frank Winter hätte schon längst im Netz Vollgas geben können, aber niemand wusste es. (© Foto: Pollmeier)
Ober(klassen)leitung: Frank Winters antik anmutendes Telefonkabel kann viel mehr. - © Foto: UPo
Ober(klassen)leitung: Frank Winters antik anmutendes Telefonkabel kann viel mehr. (© Foto: UPo)

Halle-Bokel . Schnelles Internet schien für Frank Winter bis Dienstag ein ewiger Wunschtraum zu bleiben (das HK berichtete). Ans geplante Glasfasernetz der Stadt darf er, so war es der Stand nach monatelangem Schriftverkehr zwischen dem Grünen-Politiker, der Stadt und der Deutschen Telekom, nicht angeschlossen werden, da er bereits am Netz der Deutschen Telekom hängt und diese ihm theoretisch eine schnelle Leitung anbieten könnte. Allerdings hatte er auf Nachfrage erfahren, dass seitens der Telekom kein Ausbau an seiner Adresse geplant sei.

Nun aber hat der Telekommunikationsriese auf Anfrage des HK etwas herausgefunden, was Winter und allen kontaktierten Servicemitarbeitern trotz mehrer Anfragen seit Ende vergangenen Jahres verborgen geblieben war: In seinem Haus am Wöstenweg 3 schlummert ein Highspeed-Schatz. „Der Anschluss ist bereits ausgebaut. Wir können Herrn Winter schon jetzt eine Geschwindigkeit von mindestens 40 Megabit pro Sekunde anbieten“, sagt Telekom-Pressesprecher Andre Hofmann. Aufgrund eines Dokumentationsfehlers sei der Anschluss einem falschen Knotenpunkt zugeordnet worden. Man werde dies umgehend korrigieren.

Winter freute sich über die überraschende Wendung, auch wenn er weiterhin keine Chance auf das noch schnellere Glasfaserkabel hat. „Ich würde mich doch auch über einen Porsche freuen, wenn ich den Ferrari nicht bekomme. Hauptsache, ich bin nicht mehr mit der Pferdekutsche unterwegs.“

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