Gartnischer Weg wird für eine Woche gesperrt

Nicole Donath

Voll im Plan: Schachtmeister Andreas Wiebe (links) und Bauleiter Michael Werre vor dem neuen Kreisverkehr im Bereich des ausgebauten Friesenweges. Am Mittwoch wird aufgrund von Asphaltarbeiten der Gartnischer Weg noch einmal für eine Woche gesperrt – dann wird die neue Wegeführung freigegeben. - © Foto: Nicole Donath
Voll im Plan: Schachtmeister Andreas Wiebe (links) und Bauleiter Michael Werre vor dem neuen Kreisverkehr im Bereich des ausgebauten Friesenweges. Am Mittwoch wird aufgrund von Asphaltarbeiten der Gartnischer Weg noch einmal für eine Woche gesperrt – dann wird die neue Wegeführung freigegeben. (© Foto: Nicole Donath)
Ab Mittwoch gesperrt: Für eine Woche ist der Gartnischer Weg nur bis zur Gutenbergstraße erreichbar sowie bis zum Friesenweg aus Richtung Künsebeck kommend. - © Foto: Nicole Donath
Ab Mittwoch gesperrt: Für eine Woche ist der Gartnischer Weg nur bis zur Gutenbergstraße erreichbar sowie bis zum Friesenweg aus Richtung Künsebeck kommend. (© Foto: Nicole Donath)

Halle. Bauleiter Michael Werre ist guter Dinge. Die Baumaßnahme Friesenweg steht kurz vor dem Abschluss und damit sind er und sein Team dem Zeitplan sogar über eine Woche voraus. Mit der einwöchigen Sperrung des Gartnischer Weges rund um den Friesenweg, die am Mittwoch, 15. November, beginnt, soll das Projekt zum Abschluss kommen.

Im Januar waren die Ausbaupläne den Anliegern erstmals auf einer Versammlung vorgestellt worden, im April gab es die endgültige Fassung und im September hatten die Mitarbeiter von Strabag aus Lemgo mit dem Ausbau des Friesenweges begonnen. Zum Auftakt war der Gartnischer Weg für einige Tage gesperrt worden, um einen fünf Meter tiefen Schacht zu mauern. Danach ging’s Stück für Stück voran.

Für die Anlieger wurde ein Schmutzwasserkanal gebaut. Des Weiteren verlegten die Strabag-Kolonnen einen Regenwasserkanal unter dem Friesenweg, der in einer sogenannten Sedimentationsanlage im neuen Kreisverkehr mündet. Das bedeutet, dass dieser Kanal nicht an eine Kläranlage angeschlossen, sondern das Wasser an ausgesuchten Stellen gesammelt, gefiltert und schließlich in den Untergrund geleitet wird. Vom Kreisverkehr aus, an den die Unternehmen Arcelor Mittal und HT Oberflächentechnik angeschlossen werden, wird der Friesenweg dann auf neuer Trasse als Rundweg wieder hoch zum Gartnischer Weg geführt.

Auf den ersten Blick sieht alles danach aus, als ob sich der Großhändler für Stahl mit Sitz an der Gutenbergstraße über die weitere Erschließung des Firmenareals freuen dürfte. Aber ganz so scheint es nicht zu sein. So erklärte Udo Lütkebohmert, Niederlassungsleiter von Arcelor Mittal und Chef von knapp 150 Mitarbeitern, gegenüber dem Haller Kreisblatt: „Für den Ausbau des Friesenweges haben wir einen Teil unseres Mitarbeiterparkplatzes abgegeben. Nicht viel, nur rund 150 Quadratmeter." Aber auch die fehlen erst einmal. Und dass die überlangen Lkw, die die Stahlträger transportieren, schon bald nicht mehr nur über die Gutenbergstraße, sondern auch über den Friesenweg den Großhandel ansteuern beziehungsweise wieder verlassen können, sieht er aktuell noch nicht: „Würden wir den Werkverkehr künftig auch über den Friesenweg abwickeln, müssten wir eine zweite Waage anschaffen und installieren, was mit weiteren Kosten verbunden wäre." Außerdem sieht Udo Lütkebohmert Probleme, dass die überlangen Gefährte gefahrlos den Kreisverkehr durchfahren können, ohne im weitere Verlauf auch den neuen Bürgersteig zu touchieren: „Das wird schwierig. Aus unserer Sicht ist der Bau eines Kreisverkehrs hier übertrieben."

Während sich HT gegenüber dem Haller Kreisblatt nicht äußern wollte, wandte man sich aber bereits in der vergangenen Woche an die Haller Stadtverwaltung und beklagte hier dieselben Probleme wie Arcelor Mittal. Dabei gibt es laut Eckhard Hoffmann, dem zuständigen Abteilungsleiter, längst eine Lösung: „Davon abgesehen, dass die Pläne lange bekannt waren, ist HT auf uns zugekommen und wir haben vereinbart, das Hochbord im Bereich der Einfahrt von HT abzusenken. So können die Lkw problemlos durch den Kreisverkehr fahren." Von Arcelor Mittal indes habe man übrigens keine Beschwerde bekommen.

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