Haller Berufskolleg bekommt Schulentwicklungspreis

Heiko Kaiser

Erneut prämiert: Carsten Büthe, Silvia Oberender, Lea Pangopoulos-Boje, Dietmar Hampel und Dr. Karl Heinz Rustige freuen sich über die Auszeichnung. - © Foto: Frauke Schumann Fotografie
Erneut prämiert: Carsten Büthe, Silvia Oberender, Lea Pangopoulos-Boje, Dietmar Hampel und Dr. Karl Heinz Rustige freuen sich über die Auszeichnung. (© Foto: Frauke Schumann Fotografie)

Halle. Gesunde Schule, das bedeutet weitaus mehr als haltungsgerechtes Sitzen oder den Becher Pausenmilch zum zweiten Frühstück. Zum zweiten Mal nach 2013 wurde jetzt das Berufskolleg Halle als eine von 44 Schulen in Nordrhein-Westfalen von der NRW-Unfallkasse mit dem Schulentwicklungspreis »Gute gesunde Schule« ausgezeichnet.

„Es geht hierbei nicht nur um körperliche sondern auch um soziale und seelische Aspekte, die in diesem weit gefassten Gesundheitsbegriff Berücksichtigung finden", erklärt die Fachlehrerin für Gesundheitswissenschaften, Silvia Oberender. In dem dreistufigen Antragsverfahren hatten die Verantwortlichen um den Leiter der Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung, Dr. Karl Heinz Rustige, eine Reihe von Punkten zu berücksichtigen, um dem Anforderungsprofil einer 100 Prozent gesunden Schule möglichst nahe zu kommen.

„Wir lagen schließlich mit 89,6 Prozent weit vorne", erklärt Schulleiter Dietmar Hampel, auf dessen Initiative sich die Schule 2012 erstmals am Wettbewerb beteiligt hatte. Das Berufskolleg glänzte bei den Juroren, die sich auch im Rahmen eines Ortstermin ein Bild über die Umsetzung von Maßnahmen machten, unter anderem mit dem Schulsanitätsdienst. „Wir bilden regelmäßig Schülerinnen und Schüler zu Sanitätern aus. Die sind in der Schule stets über Handy zu erreichen, erklärt Sportlehrer Carsten Büthe.

Das ist jedoch nur eine Maßnahmen in einem Paket, das, wie es die stellvertretende Schulleiterin Lea Panagopoulos-Boje formuliert zum »Well-Being« oder Wohlbefinden von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern der Schule führen soll. Viele der Projekte und Initiativen haben vorbeugenden Charakter. So ist man am Berufskolleg bereits bei der Anmeldung der Schüler sensibel, um Hinweise auf gesundheitliche oder soziale Schwierigkeiten wahrzunehmen und anschließend gegebenenfalls die Schulsozialarbeiter einzubeziehen.

So soll eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Schüler sich wohlfühlen und besser lernen können. Unter anderem hatte ein kürzlich durchgeführte Befragung ergeben, dass bei den Bekleidungstechnischen Assistenten ein Pausenraum geschaffen werden muss. Eine Untersuchung der Bezirksregierung zum Stressniveau in der Lehrerschaft führte dazu, dass drei Seminare zur Stressbewältigung angeboten wurden.

Feste Einrichtungen wie der Gesundheitstag, der Verkehrssicherheitstag, die neu geschaffene Finnbahn oder der Gesundheit- und Fitnessraum der Schule sind weitere Bausteine, mit der das Berufskolleg punkten konnte. „Es wirdin diesem Wettbewerb alles berücksichtigt. Das fängt bei dem nicht gekrümmten Handlauf an und geht bis zum Verhalten des Schulleiters", erklärt Carsten Büthe.

Mit der Verleihung des Preises ist der Prozess hin zur gesunden Schule nicht abgeschlossen. „Das ist eine stete Entwicklung, und wir werden weitermachen", sagt Rustige. Am 11. November veranstaltet die Schule einen Anti-Mobbing-Tag.

Copyright © Haller Kreisblatt 2017
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

captcha