KWG will nicht nur bauen, sondern auch verstärkt modernisieren

Kerstin Spieker

Lagebericht und Jahresbilanz der KWG - Schaffen Wohnraum: Nebenberuflicher Vorstand Heinrich Brameyer (von links), Elke-Maria Hardieck, Michael Meyer-Hermann, Klemens Keller, Fritz Holtkamp und Vorstand Sven Eisele sind mit dem Jahr 2016 zufrieden. - © Kerstin Spieker, HK
Lagebericht und Jahresbilanz der KWG - Schaffen Wohnraum: Nebenberuflicher Vorstand Heinrich Brameyer (von links), Elke-Maria Hardieck, Michael Meyer-Hermann, Klemens Keller, Fritz Holtkamp und Vorstand Sven Eisele sind mit dem Jahr 2016 zufrieden. (© Kerstin Spieker, HK)

Halle. Wohnraum ist in den vergangenen Jahren zur begehrten Ware geworden – vor allem, wenn er bezahlbar ist. Wenig überraschend fiel demgemäß der Jahresabschluss der Kreis Wohnstätten Genossenschaft (KWG) Halle aus. „Es ist ein sehr positives Ergebnis, wie nicht anders zu erwarten war", sagte gestern im Rahmen eines Pressegesprächs Vorstand Sven Eisele.

Knapp 1,5 Millionen Euro Jahresüberschuss standen für 2016 unterm Strich. Davon sollen 650.000 Euro in die Ergebnisrücklage übertragen werden. Vom Bilanzgewinn in Höhe von rund 845.000 Euro sind weitere 768.048 Euro für die Einstellung in andere Ergebnisrücklagen vorgesehen. 76.662 Euro schüttet die KWG bei einer Dividende von drei Prozent an ihre Mitglieder aus. „Wir wirtschaften hier nach ostwestfälischer Art", betonte Aufsichtsratsvorsitzende Elke-Maria Hardieck die wirtschaftliche Solidität der KWG. Immerhin liegt die Eigenkapitalquote bei 54,1 Prozent.

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Infos aus dem Aufsichtsrat

Für 25 Jahre der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der KWG wurde Klemens Keller geehrt. Der 67-jährige ehemalige Bürgermeister von Borgholzhausen kam 1992 in Zeiten größter Wohnungsnot ins Amt.

Nach 17 Jahren im Aufsichtsrat scheidet Fritz Holtkamp aus gesundheitlichen Gründen aus. Für den 77-jährigen ehemaligen Bürgermeister von Versmold rückte Michael Meyer-Hermann, jetziger Vermolder Bürgermeister, nach.

Was das laufende Geschäft betrifft, so betonte Vorstand Eisele, dass es in den nächsten Jahren neben der Umsetzung von Neubauprojekten verstärkt darum gehen werde, bereits vorhandene Gebäude zu modernisieren. Treue Mieter, die seit Jahren in Wohnungen der KWG lebten, sollten nicht in Vergessenheit geraten. Im Vordergrund der Modernisierungsarbeiten stehe die energetische Sanierung. An Fassaden und Dächern lasse sich auch arbeiten, wenn Häuser bewohnt seien, andere nicht. „Besonders die Badsanierung ist da ein sensibles Thema", weiß Eisele. Im Falle einiger Immobilien in KWG-Besitz sei aber auch zu prüfen, ob eine Sanierung wirtschaftlich überhaupt darstellbar sei.

32 Wohnungen am Ulmen- und Buchenweg sind 2016 in Halle energetisch auf den aktuellen Stand gebracht worden. In 59 Wohneinheiten wurden Bäder und Küchen modernisiert, zudem sechs Heizungsanlagen mit 73 angeschlossenen Wohnungen erneuert. Neu gebaut hat die KWG in Steinhagen, wo am Gabriele-Münter-Hof ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Mehrfamilienhaus mit elf Mieteinheiten entstand.

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