Millioneninvestition: Süßwarenriese Storck wächst weiter

Herbert Gontek

Endspurt im Hochbau: In der neuen Mamba-Halle an der Holtfelder Straße schweben derzeit die letzten Betonfertigteile ein. Angeliefert werden sie nachts mit einer Eskorte von Schwertransportern. - © Herbert Gontek, HK
Endspurt im Hochbau: In der neuen Mamba-Halle an der Holtfelder Straße schweben derzeit die letzten Betonfertigteile ein. Angeliefert werden sie nachts mit einer Eskorte von Schwertransportern. (© Herbert Gontek, HK)

Halle. Rund 10.000 Quadratmeter Produktionsfläche entstehen an der Holtfelder Straße. Die Bauarbeiten begannen im späten Herbst des vergangenen Jahres und sind etwa im Mai dieses Jahres in die Hochbauphase gegangen. Zwei freitragende Hallen in massiver Stahlbetonausführung werden künftig Platz für mehrere Produktionsstraßen bieten.

Die Bauweise ist so flexibel, dass die Maschinen ohne bauliche Veränderungen schnell ausgetauscht werden und andere Markenerzeugnisse produziert werden können. Zur Standardausrüstung einer Halle gehören die Klimatisierung, Belüftung und Beleuchtung. In nächtlichen Konvois von Schwertransportern sind die Bauteile in Halle abgeliefert worden.

Nach Auskunft von Unternehmenssprecher Bernd Rößler geht man bei Storck davon aus, dass nach dem jetzigen Zeitplan im Oktober mit der Montage der Anlagentechnik begonnen werden kann. Im Augenblick stehen die Montagearbeiten für das Betonskelett vor dem Abschluss. Dann folgen die Bedachung und die Verkleidung sowie Wärmedämmung der Gebäude und die Ausstattung mit Strom und Wasser.

Weitgehend abgeschlossen sind auch die Betonrohbauarbeiten für die neue Nussrösterei, die direkt am Kesselhaus an den Gleisanlagen des Haller Willem entsteht. Überwiegend sollen hier künftig Mandeln ein tolles Aroma durch eine Röstung erhalten. Auch hier ist geplant, dass mit dem Einbau der Produktionstechnik im Oktober begonnen werden kann.

Zwischen Paulinenweg und Steinhausener Weg und direkt an der Trasse der Autobahn 33 südlich des neuen Forstbetriebshofes entsteht ferner eine neue Aufbereitungsanlage für süßes und fetthaltiges Prozesswasser aus dem Produktionsablauf. Die bisherige Anlage befindet sich auf dem Werksgelände. Die Gebäude sollen nach der Inbetriebnahme der neuen Anlage abgerissen werden. Der dadurch entstehende Platz soll für weitere Produktionsflächen genutzt werden.

In der neuen Vorklärung werden dem Prozesswasser unter anderem Fette entzogen, die unbehandelt auf dem Pump-Transport in die werkseigene Kläranlage nach Künsebeck andernfalls in dem Leitungssystem zu einer Verstopfung führen könnten. Diese Vorkläranlage verfügt über große unterirdische Gruben. Im Stahlhochbau entsteht wiederum die Pump- und Steuerzentrale der Aufbereitung.

Die Storck’sche Kläranlage, die von einem externen Unternehmen betrieben wird, ist mit ihrem Reinigungsprozess besonders auf die unterschiedlich zuckerhaltigen Abwässer eingestellt, die in der städtischen Kläranlage nur schwer verarbeitet werden könnten. Sie wurde im Jahr 2002 unweit der städtischen Kläranlage in Betrieb genommen. Alle drei Projekte dürften im frühen neuen Jahr betriebsbereit sein.

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