Die Haller Masch wird saniert

Max Maschmann

Behalten den Überblick: Johannes Brockbals (links) und Thomas Daum kontrollieren, wie die Umbauarbeiten am Schulzentrum Masch vonstatten gehen. Hinter ihnen sind die neuen Fernster des Gebäudes zu sehen. - © Max Maschmann
Behalten den Überblick: Johannes Brockbals (links) und Thomas Daum kontrollieren, wie die Umbauarbeiten am Schulzentrum Masch vonstatten gehen. Hinter ihnen sind die neuen Fernster des Gebäudes zu sehen. (© Max Maschmann)

Halle. An der Eingangstür des Schulzentrums Masch sind noch die Abfahrtszeiten der Busse für den letzten Schultag angeschlagen. Während die Schüler damit den Beginn der großen Ferien – mit entsprechend viel Freiheit – verbinden, ist es für Handwerker auch eine Art Startschuss. Nämlich zu jeder Menge Arbeit. Denn die Stadt investiert bis zum Ende der Sommerferien insgesamt 850.000 Euro in die Sanierung des Gebäudes aus den 1970er-Jahren.

Info
Wo noch saniert wird
  • Beim Berufskolleg, dessen Trägerschaft der Kreis Gütersloh innehat, wird derzeit der Eingangsbereich umgestaltet. Eine Architektin hatte zuvor ein Konzept entworfen, das für mehr Aufenthaltsqualität sorgen soll. Zunächst werden neue Deckenelemente montiert und die LED-Beleuchtung angebracht. Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, sollen die Deckenelemente den Raum künftig in „unterschiedliche Zonen" einteilen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 70 000 Euro. Später sollen die Bodenbeläge und das Mobiliar – Sitzgelegenheiten und Tische – für 25 000 Euro erneuert werden. Auch der Hauswasseranschluss soll demnächst saniert, eine brandschutztechnische Beurteilung des Hauptgebäudes vorgenommen und die Fluchtwegsituation verbessert werden.
  • Beim Kreisgymnasium Halle, dessen Träger ebenfalls der Kreis ist, ist in den Sommerferien ein Klassenraum im Musischen Trakt saniert worden. 12 000 Euro haben sich die Verantwortlichen das kosten lassen. Bereits in den Osterferien wurde die sogenannte Deckenstrahlheizung in der Gymnastikhalle für 45 000 Euro erneuert.
  • An der Mosaikschule finden in den Sommerferien Umbau- und Malerarbeiten im Offenen Ganztag statt. Diese Maßnahmen kosten ihren Träger, also den Kreis Gütersloh, eine Summe von rund 8000 Euro.

Die erste der vier Baustellen, durch die der städtische Architekt Johannes Brockbals und der Bielefelder Architekt Thomas Daum führen, sind Klassenräume. Denn immer dann, wenn ein Jahrgang Haupt- oder Realschüler das Gebäude verlässt, wird der leerstehende Flügel für die nachrückenden Gesamtschüler hergerichtet. Inbegriffen ist ein Gruppenraum, der jeweils zwei Klassenzimmer per Durchgangstür verbindet. „Das soll zum inklusiven Lernen beitragen", erklärt Daum. Davon abgesehen dürfen sich die Schüler unter anderem auf neue LED-Leuchten an den Decken, Bodenbeläge oder Regale freuen. Diese Investition lässt sich die Stadt 87.000 Euro kosten.

Die Fensterhaben den Zenit überschritten

Baustelle zwei ist ein Langzeitprojekt. In dreizehn Bauabschnitten sollen alle Fenster des Gebäudes an der Wasserwerkstraße ausgetauscht werden. Schätzungen zufolge wird das die Stadt gut zwei Millionen Euro kosten. Aktuell sind die Handwerker mit dem fünften Bauabschnitt beschäftigt, den naturwissenschaftlichen sowie Werkräumen. „Fenster haben eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Die hier sind deutlich darüber", bestätigt Daum. Mit der Maßnahme, bei der in diesem Sommer 280.000 Euro anfallen, will er zusätzlich Energie einsparen.

Energetisch verbessert werden sollen in Zukunft auch die neuen Dächer der Schule. In drei Bauabschnitten wird eine Fläche von 2800 Quadratmetern saniert. Dieses Jahr sind die Dächer oberhalb der Naturwissenschaften sowie der Verwaltungsräume an der Reihe. „Das sind alte Dächer aus den 70er-Jahren", begründet Daum die Notwendigkeit. In diesem Zusammenhang werden LED-Leuchten und Akustikdecken eingesetzt. Zwar seien das hohe Investitionen, „aber wir sparen so erheblich Energie und die Investitionskosten werden sich in 20 Jahren amortisieren", ist der Bielefelder Architekt überzeugt. Die belaufen sich allein für den ersten Bauabschnitt auf 310.000 Euro.

Blick in das Innere des Berufskollegs: So wie hier Gerhard Borgstedt arbeiten die Handwerker mit Hochdruck daran, den Eingangsbereich der Schule auf Vordermann zu bringen. - © Max Maschmann
Blick in das Innere des Berufskollegs: So wie hier Gerhard Borgstedt arbeiten die Handwerker mit Hochdruck daran, den Eingangsbereich der Schule auf Vordermann zu bringen. (© Max Maschmann)

Ein Schülercafé soll in Zukunft im Erdgeschoss zum Verweilen einladen. Um für angenehme Atmosphäre zu sorgen, wird der Waschbeton entfernt und durch Holzpflaster ersetzt. Zudem werden auf 400 Quadratmetern Hartholzbänke aus Eiche montiert. „Die Atmosphäre ist weniger plüschig, als in einem normalen Café", sagt Daum. Das ist notwendig. Durch das schwer entflammbare und fest verankerte Mobiliar tragen die Verantwortlichen dem Brandschutz Rechnung. Die Kosten für den ersten von zwei Bauabschnitten im Schülercafé belaufen sich auf 160.000 Euro. Die Stadt Halle kann dafür Fördergelder aus dem Programm Gute Schule 2020 in Anspruch nehmen.

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