Grünes Licht für Dauerparker

Neue Parkregeln in der Haller Innenstadt

Nicole Donath

Frei Parken: In der Haller Innenstadt dürfen Autos auf den gekennzeichneten Flächen jetzt für unbestimmte Zeit stehen. Allein auf dem Linden-Platz und dem Von-Kluck-Platz gelten andere Regeln: Hier müssen die Kraftfahrer eine Parkscheibe nutzen und die Parkzeit ist auf zwei Stunden begrenzt. - © Foto: Nicole Donath
Frei Parken: In der Haller Innenstadt dürfen Autos auf den gekennzeichneten Flächen jetzt für unbestimmte Zeit stehen. Allein auf dem Linden-Platz und dem Von-Kluck-Platz gelten andere Regeln: Hier müssen die Kraftfahrer eine Parkscheibe nutzen und die Parkzeit ist auf zwei Stunden begrenzt. (© Foto: Nicole Donath)

Halle. Das Auto ist geparkt, Einkaufskorb und Portmonee sind griffbereit – fehlt nur noch die Parkscheibe. Das heißt, bislang musste man konsequent und überall daran denken. Nachdem die Haller Innenstadt jetzt zum verkehrsberuhigten Bereich erklärt wurde, können die blauen Scheiben weitestgehend im Handschuhfach verbleiben.

Allein der Lindenplatz an der Bahnhofstraße und der Von-Kluck-Platz am Ende der Rosenstraße sind sogenannte Parkscheibenzonen. Hier dürfen die Kraftfahrzeuge maximal zwei Stunden verweilen. Und das muss dann ordnungsgemäß mit einer Scheibe hinter der Windschutzscheibe angezeigt werden.

„Aufgrund von geänderten rechtlichen Vorgaben war die Parkraumüberwachung in der Haller Innenstadt zuletzt ausgesetzt worden", berichtet Friedhelm Korenke, zuständiger Abteilungsleiter im Ordnungsamt. „Allein die Behindertenparkplätze mit ihrer eigenen Beschilderung wurden weiterhin kontrolliert." Zuletzt hatte der Rat der Stadt nun entschieden, dass mit dem Verkehrszeichen 325 in der gesamten Innenstadt auf spielende Kinder verwiesen wird und auf den gekennzeichneten Flächen damit ohne zeitliche Begrenzung geparkt werden darf. Wie Heike Bolzonetti, die in Halle für die Überwachung des ruhendes Verkehrs zuständig ist, weiter erklärte, dürfe außerhalb dieser Flächen nur drei Minuten lang geparkt werden: „Eine Ausnahme bildet das Ein- und Ausladen von schweren Gegenständen." Unverzüglich danach müsse das Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt werden – oder weiterfahren.

Ab jetzt wird wieder täglich kontrolliert

Nachdem seit Februar vergangenen Jahres im Bereich zwischen Garten- und Rosenstraße vorübergehend nicht mehr kontrolliert wurde, gingen der Stadt auch Einnahmen verloren: „Natürlich hat Frau Bolzonetti stattdessen andere Bereiche besucht", so Korenke, „aber natürlich hat sich das eben auch bemerkbar gemacht: Während wir in 2015 noch 2094 Verwarnungen ausgesprochen hatten, waren es in 2016 nur 1780", hat Friedhelm Korenke registriert. Ab sofort weht jetzt jedoch wieder ein anderer Wind: Mit Einführung der neuen Regeln wird in der Innenstadt auch täglich wieder kontrolliert, die »knöllchenfreie Zeit« ist beendet. „Mein Tipp: Aufmerksam durch den Innenstadtbereich fahren und auf die neue Beschilderung achten", gibt Friedhelm Korenke den Autofahrern deshalb mit auf den Weg.

Inwiefern sich das grüne Licht für Dauerparker übrigens etabliert und als praktikabel erweist, müsse man jetzt beobachten, fügt der Verwaltungsfachmann an. Denn mit der Möglichkeit des unbegrenzten Parkens könnten Anwohner oder Angestellte die Flächen vor den Geschäften über längere Zeiträume blocken. Ob das dazu kommt – abwarten.

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