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Mann der Millionen-Projekte sagt Adé

Abschied bei Storck

Heiko Kaiser

Abschiedsfoto: Der Geschäftsführer Technik, Achim Westerhoff (von links), Petra Seidensticker und Storck-Chef Axel Oberwelland begleiten Klaus Seidensticker in den Ruhestand. - © Foto: Heiko Kaiser
Abschiedsfoto: Der Geschäftsführer Technik, Achim Westerhoff (von links), Petra Seidensticker und Storck-Chef Axel Oberwelland begleiten Klaus Seidensticker in den Ruhestand. (© Foto: Heiko Kaiser)

Halle. Besinnlich und beschwingt, festlich und familiär – die Verabschiedungsfeier für Klaus Seidensticker brachte noch einmal auf den Punkt, warum Storck für ihn ein besonderer Arbeitgeber war. Nach mehr als 28 Jahren wurde der Technische Direktor jetzt mit einem beeindruckenden Festakt in den Ruhestand verabschiedet.

Kollegen, Mitglieder der Geschäftsleitung, frühere Wegbegleiter und auch Axel Oberwelland waren in den Treffpunkt gekommen. Der Storck-Chef zeichnete zunächst noch einmal die Laufbahn Seidenstickers nach – von der Schulzeit in Bielefeld über das Ingenieursstudium in Hannover und die Tätigkeit bei Balsen bis zum Eintritt bei Storck im Jahr 1988. Er erinnerte an die zahlreichen Projekte, die der heute 60-Jährige realisiert hat, darunter die Aufbauarbeiten im Storck-Werk in Ohrdruf oder die Planung und den Umbau der Hochregallager. „Ihre Tätigkeit ist eine besonders schöne, weil man noch in einigen Jahren auf das schauen kann, was sie geschaffen haben", sagte Oberwelland und fügte mit Blick auf den neuen Verwaltungstrakt hinzu: „Wie dieses Gebäude hier."

Achim Westerhoff, Geschäftsführer Produktion und Technik, lüftete anschließend das Geheimnis um Seidenstickers Spitznamen »Millionen-Klaus«. „Mit Deinen Schätzungen der Projektkosten hast Du sehr oft richtig gelegen. Aber es war nie eine eine Summe unter einer Million." Dabei, so Westerhoff, sei das eine deutliche Untertreibung. So schätzt er die Summe aller von Klaus Seidensticker geplanten Projekte eher „in Richtung einer Milliarde".

Dann wurde es familiär. Anlehnend an das Ende der Udo-Jürgens-Konzerte, in denen der Sänger stets noch einmal mit weißem Bademantel und Handtuch die Bühne betrat, wurde auch Seidensticker zum Abschied in weißes Frottee gekleidet. Der vielstimmige Chor sang anschließend den umgetexteten Jürgens-Hit „Mit gerade 60 Jahren, da fängt das Leben an".

Der so Besungene bedankte sich anschließend für die zahlreichen Geschenke und Lobesworte, dankte Axel Oberwelland dafür, dass dieser in einem marketingorientierten Unternehmen der Technik eine so große Rolle beigemessen habe und gab ehrlich zu: „Ihre Ideen waren immer eine große Herausforderung für die Technik."

Den Spruch, der all die Jahre die Bürowand von Klaus Seidensticker zierte – »Wahre Werte schafft man nicht von Quartal zu Quartal sondern von Generation zu Generation« – schenkte er seinem Nachfolger Marc Lörcher. Er ist Auftrag und Bekenntnis zugleich. Auftrag, die Arbeit Seidenstickers weiterzuführen und Bekenntnis zu einem Unternehmen, mit dem sich der zukünftige Pensionär noch immer verbunden fühlt. „Meine Frau und ich haben noch eine Menge schöner Ziele. Und dennoch fällt mir dieser Abschied schwer", sagte er zum Abschluss. Lang anhaltender Beifall begleitete ihn in den Ruhestand.

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