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Lkw geht in Flammen auf

Schaden liegt bei über 120.000 Euro

Anja Hanneforth

Totalschaden: Aus noch ungeklärter Ursache geriet gestern die Fahrerkabine eines 40-Tonners in Brand. Gelöscht werden konnte nur unter Atemschutz. - © Foto: Anja Hanneforth
Totalschaden: Aus noch ungeklärter Ursache geriet gestern die Fahrerkabine eines 40-Tonners in Brand. Gelöscht werden konnte nur unter Atemschutz. (© Foto: Anja Hanneforth)

Halle. Wie schnell es geht, bis die Zugmaschine eines Lkw bis auf das Metallgerüst niederbrennt, musste heute leidvoll dessen 36-jähriger Fahrer feststellen.

Mit der Brechstange ... musste die Verkleidung vom Führerhaus gelöst werden, um an die dahinter liegenden Brandnester zu kommen. - © Foto: Anja Hanneforth
Mit der Brechstange ... musste die Verkleidung vom Führerhaus gelöst werden, um an die dahinter liegenden Brandnester zu kommen. (© Foto: Anja Hanneforth)

Um kurz vor 11 Uhr war er mit seinem 40-Tonner auf dem Weg zu Kraftverkehr Nagel nach Borgholzhausen, als er in der Kabine Brandgeruch wahrnahm. Er zögerte nicht lange, fuhr in Höhe der Haller Tennisplätze von der B 68 ab, wendete noch und stellte seinen Laster auf den Seitenstreifen. Da hatte sich der Brand schon so weit ausgebreitet, dass der Fahrer nur noch das Nötigste an sich raffen, aussteigen und zusehen konnte, wie sein Fahrzeug in Flammen aufging.

Auflieger war glücklicherweise leer

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, stieg der Rauch bereits in einer hohen und fies riechenden Säule in den Himmel. Die Kameraden hatten alle Hände voll zu tun, die Flammen, die inzwischen bereits aus der Frontschürze und dem Fahrerhaus loderten, unter Kontrolle zu bringen. Kanisterweise hatten sie Löschschaum bereitgestellt, und schon nach kurzer Zeit breitete sich unter der Zugmaschine ein riesiger Schaumteppich aus.

„Wir hatten große Sorge, dass sich der Brand auf den Auflieger ausdehnen könnte", beschreibt Einsatzleiter Jörg Heitmann die Schwierigkeit. Glücklicherweise sei dieser leer gewesen. Hinzu kam, dass in modernen Zugmaschinen immer mehr brandgefährliche Kunststoffe verbaut sind. „Daher trugen unsere Leute alle Atemschutz", so Heitmann. Eine weitere Schwierigkeit habe darin bestanden, dass sich die Verkleidung der Zugmaschine nur schwer lösen ließ. Mit einer Brechstange gingen die Kameraden schließlich zu Werke.

Literweise Löschschaum: Nur mit dessen Hilfe konnten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle bringen. - © Foto: Anja Hanneforth
Literweise Löschschaum: Nur mit dessen Hilfe konnten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle bringen. (© Foto: Anja Hanneforth)

Nach einer guten halben Stunde war der Brand gelöscht. Allerdings blieben die Feuerwehrleute noch so lange vor Ort, bis der Abschleppwagen kam und die Zugmaschine vom Auflieger abkoppelte. „Da gucken wir sicherheitshalber noch mal dahinter", sagte Heitmann.

Was genau den Brand ausgelöst hat, ließ sich nicht sagen. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus. Der Lkw war gerade einmal ein Jahr alt, der Schaden beläuft sich auf rund 120.000 Euro.

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