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Wartechaos vor dem David-Garrett-Konzert

Besucher müssen bis zu einer Stunde auf den Einlass warten

Heiko Kaiser

Halle. Lange Schlangen, Warten in der Kälte, verspäteter Eintritt ins Stadion. Die Liste der Klagen über unhaltbare Verhältnisse beim David-Garrett-Konzert im Gerry Weber Stadion am Dienstagabend ist lang. Bis zu einer Stunde mussten Besucher anstehen, ehe sie Einlass auf das Stadiongelände fanden und das bei Minusgraden. Die Schlange vor den Eintrittskontrollen zog sich zeitweise mehrere hundert Meter bis zum Holz-Speckmann-Parkplatz hin.

Warten bei Minusgraden: Die Geduld der Konzertbesucher wurde auf eine kalte Probe gestellt. - © Foto: Patrick van der Made
Warten bei Minusgraden: Die Geduld der Konzertbesucher wurde auf eine kalte Probe gestellt. (© Foto: Patrick van der Made)

Einige Betroffene machten verschärfte Einlasskontrollen für die langen Wartezeiten verantwortlich. „Wir bedauern die längeren Wartezeiten für unsere Besucher", sagt Alexander Hardieck, Technischer Direktor der Gerry Weber Management & Event und fügte hinzu: „Dennoch sind wir als Veranstalter in der Pflicht, ein umfassendes Sicherheitskonzept auf Grund von Terroranschlägen umzusetzen."

Das beinhaltet an den Einlassschleusen unter anderem auch eine umfangreiche Überprüfung von Taschen. Ein Prozedere, das zu Verzögerungen beim Einlass führt. Zuletzt beim Revolverheld-Konzert vor einer Woche hat es hier jedoch noch keine Probleme gegeben.

Offensichtlich hat vor allem die augenblickliche Verkehrssituation rund um das Stadion mit der einspurigen Verkehrsführung an der Westumgehung und der gesperrten Nordstraße zu den langen Wartezeiten beigetragen. Im Vorfeld hatten die Veranstalter im Haller Kreisblatt auf die Verkehrsbedingungen rund um das Stadion hingewiesen und den Besuchern geraten, entweder frühzeitig oder aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Da viele Menschen an einem Arbeitstag jedoch nicht früher kommen konnten, verdichtete sich im Feierabendverkehr am Dienstagabend die Anreise von über 3000 Fahrzeugen in einem relativ kleinen Zeitfenster. Um 20 Minuten hatten die Veranstalter den Beginn des Konzerts angesichts der vielen wartenden Menschen verschoben. Dennoch schafften es einige Karteninhaber nicht rechtzeitig ins Stadion.

„Situation am Einlass war eine Unverschämtheit"

Hardieck erklärte, dass nach Erkennen der Situation eine zusätzliche Eingangsschleuse eingerichtet wurde. Offensichtlich zu wenig oder zu spät. Als „eine Unverschämtheit" erlebte jedenfalls Ute Klink aus Künsebeck die Situation rund um die Einlasskontrollen: „Es waren zahlreiche ältere Menschen dabei, viele von ihnen in leichter Abendgarderobe, die meisten haben gefroren – und das, wo eine Karte bis zu 100 Euro kostet. Meiner Meinung nach waren viel zu wenige Kontrolleure am Einlass", sagt Ute Klink. Hardieck räumt daher „nachvollziehbare Verärgerungen der Konzertbesucher" ein und verspricht, die Eingangskontrollen zu überprüfen und zu optimieren.

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