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Eriks kommt später, aber dafür größer

Ravenna-Park: Industriedienstleister wird erst Mitte 2019 erwartet

Nicole Donath,Sebastian Kaiser

Ravenna-Park: Eriks wird erst 2019 erwartet, dafür aber umso größer. - © Foto: Nicole Donath
Ravenna-Park: Eriks wird erst 2019 erwartet, dafür aber umso größer. (© Foto: Nicole Donath)

Halle/Bielefeld. Der international aufgestellte Indus-triedienstleister Eriks, der in Bielefeld noch mit seiner Deutschlandzentrale, einer Regional-Niederlassung und einem Großlager ansässig ist, wird auch als „stiller Riese“ bezeichnet. Aber so still, dass man von einer Bautätigkeit des Unternehmens im Haller Gewerbegebiet Ravenna-Park nichts mitbekommen hätte, nun auch wieder nicht.

Entgegen bisheriger Ankündigungen liegt die 7,4 Hektar große Fläche in dem interkommunalem Gewerbegebiet, die Eriks 2014 erwarb, brach. Seit dem offiziellen Spatenstich im März 2015 ist nichts mehr passiert. Der Baubeginn, der vier Monate später in Angriff genommen werden sollte, blieb ebenso wie der angekündigte Umzug von Bielefeld nach Halle bisher aus. Das Unternehmen hatte sich 2014 entschlossen, Bielefeld zu verlassen, weil die Grundstücksangebote in Bielefeld „zu wenig attraktiv und zu teuer" gewesen seien. In Halle plant Eriks Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro.

„Auch wenn bislang nichts zu sehen ist: Eriks kommt noch", versicherte gestern Halles Bauamtsleiter Jürgen Keil. „Es gibt zwar Verzögerungen, aber der Vertrag hat Bestand." Bis Mitte 2019 sollen danach ein hochmodernes Logistikzentrum, ein Tech-Center, ein Verwaltungsgebäude sowie ein Parkhaus stehen. Mehr noch: Während bislang geplant gewesen sei, nur mit den bislang in Bielefeld sitzenden Unternehmensbereichen nach Halle zu ziehen, sollen nach Informationen des HK noch weitere Unternehmensbereiche des weltweit agierenden Konzerns Eriks in Halle angesiedelt werden. Weil die Zeitspanne, in der Eriks im Ravenna-Park hätte bauen müssen, im Dezember abgelaufen wäre, haben sich die Stadt Halle und der Konzern rechtzeitig auf eine Fristverlängerung verständigt – dafür muss Eriks übrigens bezahlen.

„Die Umzugspläne haben nach wie vor Bestand", erklärte auch Britta Kurtz, Sprecherin von Eriks Deutschland, gestern. Veränderungen in den Geschäftsführungen von Eriks Deutschland und Eriks International hätten zu der Verzögerung geführt. Kurtz rechnet gegen Ende des Jahres mit der „finalen Freigabe" der Umzugspläne. Derzeit hat das Unternehmen 140 Mitarbeiter in Bielefeld. Man sei dabei, das Personal aufzustocken. Erst im letzten Jahr sei es am Standort in Altenhagen so eng geworden, dass Teile der Verwaltung in Gebäude an der Werner-Bock-Straße ausweichen mussten.

Eriks ist eine niederländische Firma mit weltweit rund 8500 Mitarbeitern und wurde 1940 gegründet. Heute beliefert das Unternehmen, das aus einer Gruppe technischer Handelsunternehmen für Maschinenbauelemente besteht sowie technische und logistische Dienstleistungen anbietet, mehr als 200 000 Kunden, die auf 27 Länder verteilt sind.

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