Braucht Borgholzhausen eine weitere Sporthalle?

Andreas Großpietsch

Sehen wachsenden Bedarf: Freie Sporthallenkapazitäten erkennen die SPD-Ratsmitglieder - von links: Friedhelm Piel, Rolf Syassen und Harald Meierarnd - nur noch in der schmalen hlaben Stunde zwischen dem Ende des Ganztags und dem Trainingsbeginn. Am kommenden Mittwoch wird das Thema im Schulausschuss diskutiiert. - © Andreas Großpietsch
Sehen wachsenden Bedarf: Freie Sporthallenkapazitäten erkennen die SPD-Ratsmitglieder - von links: Friedhelm Piel, Rolf Syassen und Harald Meierarnd - nur noch in der schmalen hlaben Stunde zwischen dem Ende des Ganztags und dem Trainingsbeginn. Am kommenden Mittwoch wird das Thema im Schulausschuss diskutiiert. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Die Forderung nach dem Bau einer weiteren Sporthalle in Borgholzhausen ist nicht ganz neu – im Gegenteil. Genau gesagt, sind seit dem letzten Vorstoß in diese Richtung schon wieder zehn Jahre ins Land gegangen. 2007 wurde die Idee angesichts der wirtschaftlich und finanziell schwierigen Zeiten nicht beerdigt, sondern ganz bewusst auf Eis gelegt. Die Sozialdemokraten sehen jetzt den passenden Moment gekommen, in neue Überlegungen zu diesem Thema einzusteigen.

Den Bedarf für eine weitere Sporthalle gab es bereits im Jahr 2007, sagen die SPD-Ratsherren Harald Meierarnd, Friedhelm Piel und Rolf Syassen. Seitdem hat sich die Situation aus ihrer Sicht noch deutlich verschärft – jedenfalls gefühlt. Um aber in einer solch wichtigen Frage nicht gefühlsmäßig zu argumentieren, sondern auf der Grundlage von Fakten, wurde eine gründliche Untersuchung durchgeführt. Am Mittwoch, 18. Oktober, werden die Ergebnisse vorgestellt.

Um 18 Uhr beginnt die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schule und Sport, die in der Violenbachschule am Standort Nord (Stadt) stattfindet. Und beim Thema Sporthallenkapazitäten sehen die Sozialdemokraten alle Arbeitsbereiche des Ausschusses eng verknüpft. „Wir haben diesen Antrag in Absprache mit der Schule und dem Stadtsportverband gestellt“, betont Fraktionsvorsitzender Rolf Syassen deshalb.

An Boxen, Futsal oder Cricket hat 2007 noch keiner gedacht

Und er betont, dass seine Partei keinesfalls einen Antrag auf Bau einer neuen Sporthalle gestellt habe, sondern es zunächst einmal nur um die Ermittlung des Bedarfs an Sporthallenzeiten gegangen sei. In der Umfrage bei Schulen und Vereinen wurde neben der Ermittlung von Details zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Sporthallen auch nach möglichen fehlenden Kapazitäten gefragt.

„2007 hatte die PAB-Gesamtschule noch keine Oberstufe in der heutigen Größe“, verweist die SPD auf eine Veränderung, die neben der Förderung des Vereinssports eine wichtige Rolle in der Diskussion spielen wird.

Idealerweise sollte es gelingen, den Kreis Gütersloh als Schulträger der Gesamtschule mit ins Boot zu holen. Um die Verteilung der vorhandenen Hallenkapazitäten werde derzeit an der Schule durchaus gerungen, denn für so viele Schülerinnen und Schüler, wie sie heute dort anzutreffen sind, ist die Schule ursprünglich nicht konzipiert gewesen. Mit Klassencontainern und anderen baulichen Maßnahmen wird gegen den Raummangel angegangen, doch die Kapazität der Sporthalle ist nicht verändert worden. In früheren Diskussionen wurde auf die Möglichkeit von mehr Freiluftsport verwiesen.

„Boxen, Futsal, Cricket gab es 2007 noch gar nicht als Sportangebote in Borgholzhausen“, zählt Harald Meierarnd auf. Und auch Sportarten wie der Fußball drängen zumindest mit ihren jüngsten und ältesten aktiven Kickern vor allem im Winter vermehrt in die Sporthallen.

„Natürlich ist die SPD der Meinung, dass man eine neue Halle bauen muss, um die Probleme zu lösen“, legt sich Rolf Syassen fest. Gleichwohl sei man offen für andere Lösungsansätze. Zum Beispiel wird eine Unterstützung der Tanzsportfreunde erwogen, die über eine privat finanzierte Lösung für ihr Übungsraumproblem nachdenken und auf städtische Unterstützung hoffen.

Wenn sich am Ende eine Mehrheit im Stadtrat für den Bau einer neuen Sporthalle aussprechen sollte, favorisiert die SPD einen Standort am Ravensberger Stadion. Denn dort seien erhebliche Einsparungen zum Beispiel bei den Parkplätzen möglich.

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