Stockkämper Straße länger gesperrt als erwartet

Andreas Großpietsch

Dauert länger: Der Bau der Brücke für die Überführung der Stockkämper Straße über die A33 ist schon lange vollendet. Deutlich länger als geplant dauert es jetzt, die neue Brücke ins Straßennetz einzubinden. - © Andreas Großpietsch
Dauert länger: Der Bau der Brücke für die Überführung der Stockkämper Straße über die A33 ist schon lange vollendet. Deutlich länger als geplant dauert es jetzt, die neue Brücke ins Straßennetz einzubinden. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Wer gern das Gute im Schlechten sucht, der findet gegenwärtig an der Stockkämper Straße in Borgholzhausen ein perfektes Beispiel dafür. Denn dass der September sich so selten von seiner schönen Seite zeigte, war wenig erfreulich. Ebenso wie das Auftauchen eines Planungsfehlers im Borgholzhausener Abschnitt der Autobahn 33. Doch vielleicht waren es ja die starken Niederschläge im September, die deutlich machten, dass die Entwässerung der Brücke für die Stockkämper Straße noch einmal neu durchdacht werden muss.

Kein Durchgang: Kühe, Kälber und andere Nutztiere lassen sich von Stacheldrahtzäunen aufhalten – heimische Wildtiere eher nicht. - © Andreas Großpietsch
Kein Durchgang: Kühe, Kälber und andere Nutztiere lassen sich von Stacheldrahtzäunen aufhalten – heimische Wildtiere eher nicht. (© Andreas Großpietsch)

Das Ergebnis ist zum einen der Bau eines neuen Querdurchlasses – und zum anderen eine Verzögerung der Fertigstellung um rund vier Wochen. Bereits Ende September, so die Planung beim Landesbetrieb Straßen.NRW, sollte der Verkehr wieder über die Kreisstraße 25 laufen können. So stand es auch in der Pressemitteilung der Straßenbauer. Doch nach dem aktuellen Stand wird es bis Ende Oktober dauern.

Voraussetzung dafür ist allerdings gutes Wetter, vor allem in dieser Woche. Denn für die geplante Auftragung der abschließenden Asphaltschichten müssen nicht nur Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt herrschen. Zusätzlich können auch starke Regenfälle die Asphaltierung verhindern.

Ein wenig Nieselregen macht nichts aus, doch ein durchgängiger Wasserfilm kann verhindern, dass die Schichten sich in der gewünschten Weise miteinander verbinden. „Außerdem kühlt das Material bei Starkregen zu rasch aus", erklärt Sven Johanning, der Sprecher des Landesbetriebs. Die Folgen würden sich relativ rasch in Form von unübersehbaren Straßenschäden bemerkbar machen. Vor der Freigabe ist allerdings auch noch ein wenig mehr zu tun.

In der Woche ab dem 23. Oktober, wenn die Walzen und Fertiger ihre Arbeit wie geplant erledigen konnten, kann mit dem Bau der noch fehlenden Schutzplanken begonnen werden. Bis Ende Oktober wird das dauern.

Info
Nicht länger wütend sein

„Was ist der Sinn und Zweck einer Grünbrücke, wenn der Zugang über die ganze Breite mit Stacheldraht gesperrt wird?" fragt ein User bei Facebook und gibt seinen Gemütszustand mit „Wütend" an. Dazu hat er vier Fotos aus der Umgebung einer neu gebauten Grünbrücke eingestellt.

Die Stacheldrahtzäune sind darauf gut zu erkennen, doch den heimischen Wildtieren ist das wohl eher egal. Rehe tauchen überraschend geschmeidig unter einem solchen Zaun durch und der Rest der heimischen Tierwelt ist entweder klein genug oder kann gar fliegen.

Wildpferd und Wisent hätten vermutlich ihre Probleme, kommen aber hier nicht vor. Deshalb: Nicht mehr wütend sein.


Copyright © Haller Kreisblatt 2017
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

captcha