Unterwegs auf der A 33: In Borgholzhausen ist noch einiges zu tun

Die Trassenfahrt macht deutlich, dass in Borgholzhausen noch einiges zu tun ist. Zweifel am Fertigstellungstermin 2019 gibt es derzeit dennoch nicht.

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Richtung Hesseln: Von der fast fertiggestellten Brücke der Stockkämper Straße lässt sich der weitere Verlauf gut erkennen. - © Andreas Großpietsch
Richtung Hesseln: Von der fast fertiggestellten Brücke der Stockkämper Straße lässt sich der weitere Verlauf gut erkennen. (© Andreas Großpietsch)
Detailkenntnis: Sylke Tech von Straßen.NRW erläutert auf der Brücke der Stockkämper Straße Feinheiten moderner Brückenbauwerke. - © Andreas Großpietsch
Detailkenntnis: Sylke Tech von Straßen.NRW erläutert auf der Brücke der Stockkämper Straße Feinheiten moderner Brückenbauwerke. (© Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Ein Blick in die Gegenwart des Autobahnbaus war den Teilnehmern der Trassenfahrt 2017 des Aktionsbündnisses A33 nicht überall möglich, wo er interessant gewesen wäre. Auf dem Gebiet der Stadt Borgholzhausen zum Beispiel in dem Bereich, in dem die Brücke für die neue Oldendorfer Straße gebaut wird. Zu groß ist die Verkehrsbelastung durch die Sanierung des fertigen A33-Abschnitts in der direkten Nachbarschaft, zu schwierig derzeit das Gelände, das für schwere Ackerschlepper, aber nicht für moderne Reisebusse geeignet ist.

Zum Ausgleich lotsten Sylke Tech und Olaf Kindervater vom Landesbetrieb Straßen.NRW die etwa 70-köpfige Reisegruppe in den Bereich jenseits von Steinhagen. Dort kann man (man darf aber nur im Ausnahmefall) bereits auf der Autobahn fahren, den Bau von Lärmschutzwänden erleben und die interessanten Details der Bepflanzung des Mittelstreifens studieren – siehe dazu auch unseren Bericht auf der Lokalseite Halle.

Unterwegs auf der A 33: So sieht es auf der Baustelle derzeit aus

Auf Borgholzhausener Gebiet dominieren derzeit noch die schweren Baufahrzeuge, obwohl rasante Fortschritte gemacht wurden. Brückenbauwerk auf Brückenbauwerk nähert sich seiner Fertigstellung. Wie rapide der Fortschritt verläuft, zeigt das Beispiel der Straßenbrücke für die Überquerung der A33 auf der Holtfelder Straße. Sie ist bereits seit Wochen unter Verkehr, doch eine offizielle Freigabe oder gar eine Feierstunde gab es nicht.

Allerdings auch keine Beschwerden, wie bei der Brücke der Hesselteicher Straße (die mit dem Knick drin). Immerhin soll dort die Radweglücke Richtung Siedlung Casum noch bis Ende des Jahres geschlossen werden, wusste Landrat Sven-Georg Adenauer zu berichten. Wann ein Radweg entlang der Stockkämper Straße gebaut wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

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Titel: Unterwegs auf der A33

Dass er in nicht allzu ferner Zukunft benötigt wird, konnten die Teilnehmer der Fahrt gut erkennen. Denn die geschwungene Brücke für die Stockkämper Straße ist schon fast fertig und hat auch einen ordentlichen Radweg zu bieten. Der Kreis Gütersloh hatte an der Kreisstraße einen solchen Weg bestellt und ist damit auch in der Pflicht, in absehbarer Zeit den heutigen Zustand eines Geisterradwegs, der abseits der Brücke im Nichts endet, zu ändern.

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Lesen Sie dazu auch: "Unterwegs auf der A 33: Eine Fahrt über die neue Fahrbahn"

Unterhalb der Brücke ist auch die Trasse der Autobahn schon gut erkennbar. Noch sucht man den Schotterunterbau vergebens, und an eine Asphaltdecke ist noch gar nicht zu denken. Doch besonders in diesem Abschnitt ist der Verlauf der Autobahn schon sehr gut erkennbar. Das liegt an der hier besonders dichten Abfolge von Straßen- und Grünbrücken, die künftig das Überqueren der Autobahn auf vielfältige Art und Weise ermöglichen sollen.

Die Vertreter des Landesbetriebs Straßen.NRW vergaßen auch diesmal nicht, wie stets bei Terminen dieser Art, auf die besonderen Anstrengungen für den Umwelt- und Naturschutz hinzuweisen, die beim Bau der A33 unzweifelhaft unternommen werden. Nicht alle Teilnehmer der Trassenfahrt äußerten allerdings Verständnis für solche Investitionen.

Für die Straßenbauer aber gehören die Umweltauflagen zu den Bedingungen ihres Jobs. Sie werden ebenso professionell abgewickelt wie die weiterhin steigenden technischen Anforderungen. Im Augenblick sind jedenfalls keine Gründe erkennbar, die eine Fertigstellung, wie geplant, im Jahr 2019 verhindern könnten. Mit dieser guten Botschaft zum Schluss der Busfahrt im Gepäck widmeten sich die Teilnehmer dann den Grillwürstchen, die von der Stadt Borgholzhausen spendiert wurden.

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