Schock für Dissener Homann-Mitarbeiter

Unternehmen will Werk offenbar schließen

Philipp Kreutzer

Vor dem Aus: Die Homann-Fabrik in Dissen stößt an ihre Grenzen. Nun droht ihre Verlegung nach Sachsen. - © Foto: Andreas Großpietsch
Vor dem Aus: Die Homann-Fabrik in Dissen stößt an ihre Grenzen. Nun droht ihre Verlegung nach Sachsen. (© Foto: Andreas Großpietsch)

Borgholzhausen. Dass die Unternehmensgruppe Theo Müller einen neuen Standort für ihr Dissener Feinkostunternehmen Homann sucht, ist seit längerer Zeit bekannt. Auch die Städte Borgholzhausen und Versmold bewerben sich mit ihrem Interkommunalen Gewerbegebiet um eine Ansiedlung von Homann. Laut bild.de plant Müller jedoch, die Produktion von Salaten, Dressings, Saucen und anderen Feinkostprodukten an einem anderen Standort zu bündeln.

Favorit für eine geplante Investition von rund 500 Millionen Euro ist demnach Leppersdorf in Sachsen, wo die Homann-Mutter bereits die Sachsenmilch-Molkerei betreibt. Um langfristig mitzuhalten, argumentieren die Müller-Manager, sollen neben dem Werk in Dissen auch Produktionsstätten in Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal geschlossen werden. Bis 2020 werde noch alles wie bisher laufen.

Die Geschäftsleitung von Müller informierte gestern Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter, jeder Mitarbeiter soll ein Angebot zu einem Wechsel an den neuen Produktionsstandort bekommen. Nach HK-Informationen ist in Dissen, wo 1000 der insgesamt 3000 Homann-Mitarbeiter beschäftigt sind, für heute um 10 Uhr eine Belegschaftsversammlung angesetzt.

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