Von Wappen und Knappen

Jubiläum mit tausenden Besuchern

Alexander Heim

Begeisterte wie beeindruckte Zuschauer: Ob Musik, Schauspiel oder Gauklerei - die Besucher des zehnten Mittelalterfestes wurden von den Vorführungen in den Bann gezogen. - © Foto: Alexander Heim
Begeisterte wie beeindruckte Zuschauer: Ob Musik, Schauspiel oder Gauklerei - die Besucher des zehnten Mittelalterfestes wurden von den Vorführungen in den Bann gezogen. (© Foto: Alexander Heim)

Borgholzhausen. Wer konnte eigentlich Ritter werden? Wie alt musste man sein, um überhaupt als Page aufgenommen zu werden? Welche Nahrungsmittel und Gemüsesorten gab es im Mittelalter schon? Und welche europäische Nation war besonders berühmt für ihre Bogenschützen? – Fragen über Fragen, die auf all jene warteten, die am großen Mittelalter-Quiz im Rahmen des Mittelalterfestes auf der Ravensburg teilnehmen wollten.

Nur nicht das Gleichgewicht verlieren: Manuel (links) und Jonas versuchten sich vom Balken zu bugsieren. - © Foto: Alexander Heim
Nur nicht das Gleichgewicht verlieren: Manuel (links) und Jonas versuchten sich vom Balken zu bugsieren. (© Foto: Alexander Heim)

Zum inzwischen zehnten Mal luden die Organisatoren des Festes zum Verweilen auf dem Ravensberg ein. Ein Jubiläum, bei dem auch die Sonne mitstrahlte.

Sieben Mal bestand am Sonntag Gelegenheit, bei einer der Turmführungen den Blick in die Weite schweifen zu lassen. Zwei Mal wurde im Verlaufe des Tages im Theater die Historie nachgespielt, wie die Burg zu den Ravensberger Grafen kam. Ebenfalls zwei Mal sorgte der Gaukler »Fahrender Volker« an gleicher Stelle für gute Laune. Seine Anwesenheit war dabei eine Premiere anlässlich des Jubiläumsfestes.

Große Aufmerksamkeit zog auch die Musikantentruppe »Sonor Teutonicus« auf sich, die ihre Lieder mit schönen Geschichten ummäntelte und ebenfalls mehrfach im Theater zu hören war. Sie gab einen kleinen Vorgeschmack auf ihr Konzert am 13. August.

Klare Herausforderung: Wer sich mit Schwertkämpfer Dietrich von Stolzenburg anlegen wollte, musste schon gut bei Kräften sein. Jakob (7) stellte sich mutig dem Kampf. - © Foto: Alexander Heim
Klare Herausforderung: Wer sich mit Schwertkämpfer Dietrich von Stolzenburg anlegen wollte, musste schon gut bei Kräften sein. Jakob (7) stellte sich mutig dem Kampf. (© Foto: Alexander Heim)

Sich von Dietrich von Stolzenburg in der Kunst des Schwertkampfes unterrichten zu lassen, mit Pfeil und Bogen ins Schwarze zu treffen oder dem Schmied bei der Verrichtung seiner schweren Arbeit zu helfen – vor allem für die jüngsten Besucher wurde das Gelände rund um den Burgturm am Sonntag wieder einmal zum reinsten Abenteuerspielplatz.

Hier ein wenig »Klötenschleudern«, dort der Versuch, auf dem Balken mit weich gefüllten Säcken aufeinander einzuwirken, um sich schließlich gekonnt aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ein paar Meter weiter der Bastelstand, an dem sich unter anderem Steckenpferde gestalten ließen. Und ob schminken, Haare flechten oder einfach nur am Lagerfeuer sitzen – für Groß und Klein hielt der Sonntag viel bereit. Märchenerzählerin Katinka Morgenstern entführte in die Welt der »Biene vor dem Märchenturm« oder berichtete vom dicken, fetten Pfannkuchen. Die Mitglieder des »Landvolkes zu Dubh Linn« machten erfahrbar, wie mühsam das Mahlen von Korn zu Mehl dereinst war. An ihrem Stand ließ sich aber auch herausfinden, welche Gemüsesorten so alle im Mittelalter bekannt waren. Pastinaken, Zwiebeln, Möhren oder Äpfel, zum Beispiel. Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Ananas natürlich noch nicht – die wurden erst sehr viel später aus Amerika importiert.

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