Anzeige

Künstler für eine Woche

Sommerakademie: Die ersten Kurse sind ausgebucht

Andreas Großpietsch

Viel mehr als nur Malerei: Die 14. Sommerakademie im Bönkerschen Steinbruch in Borgholzhausen bietet vom 11. bis 29 Juli drei Wochen lang verschiedenste Möglichkeiten, sich künstlerisch auszuprobieren. - © HK
Viel mehr als nur Malerei: Die 14. Sommerakademie im Bönkerschen Steinbruch in Borgholzhausen bietet vom 11. bis 29 Juli drei Wochen lang verschiedenste Möglichkeiten, sich künstlerisch auszuprobieren. (© HK)

Borgholzhausen. Von »A« wie Acrylmalerei bis »Z« wie Zeichnen naturnah reicht die Palette der Kurse in diesem Jahr. Erst seit wenigen Tagen ist die Homepage der 14. Sommerakademie freigeschaltet. Nur dort sind Anmeldungen möglich. Trotzdem sind die ersten Kurse bereits ausgebucht. Betonskulpturen kreieren und Aktzeichnen stehen in der Gunst der Kunstfreunde ganz oben. Insgesamt sind 240 Plätze in den 13 Kursangeboten zu vergeben. „Etwa die Hälfte ist schon weg", freut sich Wilhelm Sievers, der Geschäftsführer des Verkehrsvereins.

Die Werbung für die Sommerakademie ist dabei ebenso einfach wie erfolgreich: Drei Jahre lang bekommen die Teilnehmern die Flyer für die nächsten Kunstwochen in Borgholzhausen zugeschickt. Viele »Wiederholungstäter« warten aber auch ohne diese Erinnerung schon ungeduldig darauf, dass die Anmeldephase beginnt. „Und nicht wenige bringen im Jahr darauf noch eine kunstinteressierte Freundin oder einen Freund mit", freut sich Sievers über effektive Mundpropaganda.

Damit das gelingt, muss in den drei Juliwochen schon ein attraktives Angebot gemacht werden. Die Kurse dauern jeweils von Montag bis Freitag, es gibt ein gutes Mittagessen und moderate »Arbeitszeiten« von 10 bis 17 Uhr. Wobei sicher manche Teilnehmer gern noch länger an ihren ganz persönlichen Kunstobjekten arbeiten würden. Und dann ist da noch die besondere Atmosphäre in dem ehemaligen Steinbruch, der so nah an der Stadt liegt und trotzdem völlig abgeschieden wirkt.

Außerdem ist noch ein weiterer Faktor ausschlaggebend: die Frauen und Männer, von denen die Kurse geleitet werden. Die Teilnehmerzahl ist unterschiedlich, überschreitet aber die Zahl von zwölf Personen nicht. Die Themen reichen von Bewährtem wie Bildhauerei aus Holz und aus Stein oder Malen mit Öl oder Acryl zu Feldern, in denen Neues ausprobiert werden kann.

In diesem Jahr ist Graffitikunst ganz neu im Angebot

Ganz neu ist in diesem Jahr zum Beispiel das Thema Graffitikunst. Große Stellwände sorgen dafür, dass nicht die Felsen im Steinbruch als Leinwandersatz herhalten müssen. Kursleiter Maik Enge bietet den „Umgang mit der Sprühdose als Zeichenwerkzeug" in der Woche vom 25. bis 29. Juli an und wird auch Atemschutzausrüstung für seine Sprayer-Azubis mitbringen.

210 Euro beträgt die Gebühr für eine Woche. Manchmal kommen noch Kosten für Materialien dazu. Oder man bringt das Nötige selbst mit. Wie zum Beispiel im Kurs von Hans Lefeber, der vom 11. bis 15. Juli in die Kunst des Gold- und Silberschmiedens einführt. Er verkauft auch die nötigen Edelmetalle und Edelsteine an die Teilnehmer, die aber solch kostbares Rohmaterial auch selbst mitbringen können. Weniger wertvoll ist das Metall, aus dem beim Schmiedkurs Kunst werden soll: Dort wird mit »Feuer und Eisen« gearbeitet. Die komplette Übersicht für alle Kursangebote der Sommerakademie findet sich im Internet.

Anzeige

Copyright © Haller Kreisblatt 2016
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

captcha
Anzeige
Anzeige
Anzeige