Kinderbücher machen auch Erwachsenen Spaß

25.11.12
kilifue

Von Nils Bentlage     Borgholzhausen. Bunte Bilder, einfache Texte, sprechende Tiere und noch ausgefallenere Charaktere, das ist die Welt von Sandra Rudel, einer engagierten Kinderbuchhändlerin aus Essen. Wie sie mit ihrer ersten Buchvorstellung im katholischen Gemeindehaus in Pium gelandet ist, war nur eine von zahlreichen spannenden Geschichten, die am Samstag von ihr vorgetragen wurden.

Ob Lieselotte, die Kuh, Felix, der Hase oder die Mäuse aus dem Mäusehaus - sie kennt sie alle. Denn Sandra Rudel, ihres Zeichens Kinderbuchhändlerin bei Schmitz Junior in Essen, ist eine von drei Herausgebern des Kilifü.

Das Kürzel steht für Kinderliteraturführer und der beinhaltet 250 Rezensionen zu Kinder- und Jugendbüchern, die allesamt im vergangenen Jahr erschienen sind. „Ein wenig Lesenswertes links und rechts ist auch noch drin”, betont Rudel. Die zahlreichen Buchvorstellungen und -empfehlungen würden hier und dort noch von redaktionellen und anderen lesenswerten Inhalten ergänzt. „Die vorgestellten Bücher habe ich aber alle selbst gelesen und rezensiert”, betont Sandra Rudel.

Am vergangenen Samstag hatte die Essener Buchhändlerin zusammen mit Martina Bergmann und Frank Stenzel von Telecomfort zur Kinderbuchvorstellung in das katholische Gemeindehaus in Borgholzhausen eingeladen. „Kennengelernt haben wir uns über Facebook”, erklärte Martina Bergmann, wie der Kontakt zu ihrer außergewöhnlichen Kollegin zustande gekommen ist.

„Aber sowas hier habe ich auch noch nicht erlebt”, zeigte sich Sandra Rudel noch immer ein wenig überrascht, wie man darauf käme, gerade sie zu einer Buchvorstellung einzuladen. „Das ist meine erste”, gab sie zu. „Aber ich hielt das für eine gute Idee”, erklärte Bergmann, bevor Sandra Rudel schließlich loslegte.

Mitgebracht nach Borgholzhausen hat sie neben zig Exemplaren des Kilifü eine Vielzahl ausgesuchter Kinderbücher. „Vom Pappbilderbuch bis hin zur Jugendliteratur”, so die Expertin, habe sie alle Altersgruppen abgedeckt. „Nach oben hin verschwimmen aber die Grenzen zur Erwachsenen-Literatur”, sagte die Literaturexpertin, eine echte Grenze sei da nur schwer zu finden.

Den Gästen gefielen die Literatur-Vorschläge von Sandra Rudel gut. „Eine Auswahl fällt schließlich oft sehr schwer angesichts der großen Vielzahl an Büchern, die veröffentlicht werden”, dankte eine Besucherin. Und selbst Martina Bergmann hörte hier und dort noch ein wenig genauer hin. Wenn dann in einem der Bilderbücher, beispielsweise Lieselotte, die Kuh, mit dem Bauern und den anderen Tieren auf einem Baum festsaß, mussten auch die erwachsenen Zuhörer herzhaft lachen über die Bücher, die in erster Linie für Kinder geschrieben worden sind.

 
 
 
 
 


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