„Stillstand ist Rückschritt”

24.11.12

Von anja Hanneforth

Von anja Hanneforth

 

 

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Werther.
Es ist ein echter Gewinn, wenn man neu baut. Nicht nur, dass man mehr Platz zur Verfügung hat, seine Produktion erweitern und Abläufe optimieren kann. Man wird auch reich beschenkt. Wie Familie Felsch gestern Morgen feststellen konnte, als sie im Beisein zahlreicher Gäste die Einweihung ihrer neuen Fertigungs- und Lagerhalle gefeiert hat. So freute sich die Unternehmerfamilie neben unzähligen Blumen und Präsentkörben über ein Vogelhaus von Dachdeckermeister Jens Alisch, gefertigt aus einem 200 Jahre alten Eichenbalken. „Vielen Dank!”, staunte Firmenchef Manfred Felsch nicht schlecht über das besondere Mitbringsel seines Nachbarn von der Dammstraße.

 

 

Überhaupt war »Danke« gestern das Stichwort. „Ohne Sie wäre der Neubau gar nicht möglich gewesen”, richtete sich Manfred Felsch an die zahlreichen Kunden, die genau wie Geschäftspartner, Lieferanten, Handwerker, die ausführende Baufirma und Nachbarn zur Einweihung gekommen waren. Und auch den Mitarbeitern und seiner Familie galt sein Dank, die alle geholfen haben, dass der Umzug in die neue Halle, wo die Produktion bereits auf Hochtouren läuft, ohne nennenswerte Verzögerung stattfinden konnte.

Einige Jahre hatte sich die Firma Felsch Spritzguss, die Kunststoffteile für kleine ebenso wie für namhafte große Unternehmen herstellt, mit dem Gedanken getragen, sich zu erweitern. Als dann am Firmensitz an der Dammstraße das Nachbargrundstück zum Verkauf stand, zögerte Geschäftsführer Manfred Felsch nicht lange. Im Frühjahr begann der Bau der neuen Halle, Anfang Juni wurde Richtfest gefeiert, vor drei Wochen fand der Umzug statt.

In der zehn Meter hohen Halle ist die Spritzerei untergebracht, inklusive einer hochmodernen Klima- und Abzugsanlage. „Wir können die Abwärme, die wir produzieren, jetzt auch zum Heizen unserer Räume nutzen”, freut sich Manfred Felsch über den technischen Fortschritt, der früher nicht gegeben war.

In seiner Begrüßung zitierte der Unternehmer einen Satz von Henry Ford - mit anderer Intention allerdings, als man glauben könnte: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist”, hatte der amerikanische Automobil-Pionier einmal gesagt. Etwas, das auf ihn, Manfred Felsch, sicher nicht zutreffe. „Stillstand ist für uns Rückschritt”, spricht er für den Erfolg seines Familienbetriebs.

Was nicht zuletzt am Neubau der großen Fertigungs- und Lagerhalle deutlich wurde. Über zwei Millionen Euro hat die Firma in die Erweiterung investiert, ein wichtiges Bekenntnis zum Standort

Werther.
Die Firma Felsch ist mit 120 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber der Böckstiegelstadt.

Das Lager, das das Unternehmen bisher auf dem Gelände der Firma Poppe + Potthoff unterhielt, kann es nun aufgeben und an den eigenen Firmensitz verlagern. Das strafft die interne Logistik und macht den Pendelverkehr zwischen den Standorten Engerstraße und Dammstraße überflüssig.

Nach der Begrüßung der Unternehmerfamilie Felsch gab es für die Gäste einen kleinen Imbiss, bevor sie sich selbst bei einer Führung ein Bild von der neuen Produktionsstätte machen konnten.

 
 
 
 
 


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