Die neue Saison wird »grün«

23.11.12

von remmert feldkirch     Borgholzhausen. Die Stadt ist finanziell zwar ziemlich klamm, aber sie wird sich an die Abmachungen mit dem TuS Solbad Borgholzhausen halten. Das versprach Bürgermeister Klemens Keller und das heißt, dass im kommenden Frühjahr in Kleekamp auf dem Ascheplatz die Bagger anrücken und die neue Saison auf einem wunderschönen Kunstrasenplatz laufen wird.

„Die Stadt steht zu ihren Zusagen und auch zu den politischen Beschlüssen”, betonte der Bürgermeister im Gespräch mit dem Haller Kreisblatt. Die Beschlüsse seien alle mit großer Mehrheit getroffen worden. Bauherr sei nicht die Stadt, sondern der Verein TuS Solbad Ravensberg selber. Die würden auch 50 000 Euro selber aufbringen, ein »derber Stiefel«, so der Bürgermeister bewundernd über das Engagement der Vereinsmitglieder.

Der jetzige Tennenplatz wäre in spätestens zwei Jahren komplett sanierungsbedürftig, das würde auch an die 100 000 Euro und mehr kosten. Doch das mache heute kein Mensch mehr, so ein Ascheplatz sei einfach überholt. Im kommenden Jahr könne das Projekt umgesetzt werden. Das versprochene Geld stehe trotz der angespannten Lage im Haushalt bereit.

Der Platz selber sei 25 Jahre lang gepachtet worden. Die Flutlichtanlage könne noch zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden. Die Vorbereitungen zusammen mit einem Planungsbüro laufen bereits, der Baubeginn soll im Frühjahr sein, Keller: „Wenn es gut läuft, kann im Sommer bereits auf dem neuen grünen Kunstrasen Fußball gespielt werden.”

In der Vergangenheit wären viele Trainingseinheiten auf dem staubenden Ascheplatz absolviert worden. Diese enorme Staubbelastung wie auch die erhöhte Verletzungsgefahr bei Stürzen könne man heute nicht mehr verantworten. Deshalb sei der Kunstrasen sehr wichtig für den Fortbestand des Sportvereins. Der TuS Solbad habe auch im Stadion auf Naturrasen trainiert, durch den »neuen« Platz werde das Sportstätten-Angebot qualitativ wesentlich verbessert, freut sich Klemens Keller.

Rund 450 Mitglieder hat der Verein, darunter ganz viele Kinder und Jugendliche. Beim Fußball sind alle Altersklassen besetzt, betont der Vorsitzende Peter Beißmann. Daneben gibt es noch die Sportarten Gymnastik und Ringen. Der neue Vorsitzende lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt

Borgholzhausen.
Die städtischen Mittel seien begrenzt, aber es werde trotzdem ein moderner Kunstrasenplatz nach Stand der Technik, aber eben ohne weiteren Schmuck. An der Qualität werde nicht gespart.

50 000 Euro will der Verein selber aufbringen, 23 000 seien bereits auf dem Konto. Der Vorsitzende dankte den spendenwilligen Unternehmen und Privatpersonen. „Wir sind auf gutem Weg”, ist er überzeugt, die Summe zusammenzubekommen. Die Flutlichtanlage müsse noch ein paar Jahre warten, die alte sollte noch ausreichen. Denn das wären noch einmal 100 000 Euro. Die Ausschreibungen gingen noch in diesem Monat raus, die Arbeiten könnten Ende März starten. Die Saison ab Sommer werde auf dem neuen Rasen laufen, ist auch er sich sicher.

 
 
 
 
 


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