Wie man schlechte Laune malt

19.11.12

Versmold (spk). Jonas besitzt bereits fünf Bände von »Gregs Tagebuch«, Kai hat drei Bücher vom Greg-Erfinder Jeff Kinney gelesen und Julian ist schon heiß auf den siebten Comic-Roman - in der Stadtbibliothek können alle sechs bisher erschienenen Tagebücher vom Antihelden ausgeliehen werden. Dort trafen sich Greg-Fans jetzt aber nicht zum Schmökern, sondern zum Zeichenkurs. Motiv? Natürlich Greg.

Insgesamt kamen 43 Leseratten im Alter zwischen acht und 13 Jahren um mit der Illustratorin Charlotte Hofmann aus Berlin ihr heiß geliebtes Idol mit Bleistift aufs Papier zu bringen. „Die Bücher sind permanent ausgeliehen und werden einem geradezu aus der Hand gerissen”, beschreibt Bibliothekarin Christa Brüning die große Beliebtheit der „fast wahren” Greg-Abenteuer. Computerspiel-Entwickler und Designer Jeff Kinney aus Massachussets erfüllte sich mit der Mischung aus Kinderbuch und Comic einen Lebenstraum.

Viele der spannenden Begebenheiten seiner dreihaarigen Romanfigur mit vier Fingern hat der Amerikaner selber so oder ähnlich erlebt. Schüler Greg ist witzig, immer zu Streichen aufgelegt und kann über die verschiedensten Probleme lachen.

 

 

Gregs Tagebücher treffen den Ton der heutigen Jungen

Geschichten wie »Dumm gelaufen!«, »Geht’s noch?« oder »Keine Panik!« träfen den Ton der heutigen Jungen, erklärt der Baumhaus-Verlag den Erfolg der von ihm vermarkteten Greg-Geschichten. Für Baumhaus zieht auch Illustratorin Charlotte Hofmann mit Zeichenkursen durchs Land. Kürzlich sprach sie mit Jeff Kinney persönlich und hörte von seiner Ideensuche für ein achtes Tagebuch.

„Er zeichnet seine Figuren ins Smartphone oder entwickelt sie am Computer”, erklärt die Illustratorin Kinneys Vorgehen. Mit den Kindern malte sie Greg jetzt allerdings Schritt für Schritt - oder besser: von Kopf bis Fuß mit Bleistift auf ein Blatt Papier.

„Der Mund entscheidet über Gregs Laune und ihr müsst beachten, dass die Finger Ähnlichkeit mit Würstchen haben, die Füße Kartoffeln ähneln und der offene Mund eine Bohnenform hat”, riet Hofmann ihren Schülern. Die Kinder eiferten der Illustratorin nach und hatten viel Spaß - aber die Laune von Greg eindeutig darzustellen, fiel ihnen schwerer als gedacht.

 
 
 
 
 


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