Weiblich, ländlich, modern und innovativ

19.11.12
img_4328.jpg,img_4341.jpg,img_4314.jpg

von alexander heim     Borgholzhausen. Das besondere Bonbon - die große Überraschung - manchmal hebt man sie sich bis ganz zum Schluss auf. Und so horchten die 300 Landfrauen aus dem Nordkreis Gütersloh auf, als Dorette Wittenbrock für den nächsten Kreislandfrauenverbandstag einlud. Denn der wird nicht, wie bisher, getrennt nach Nord- und Südkreis stattfinden, sondern wirklich ein großer, gemeinsamer Verbandstag werden. Am Samstagvormittag aber trafen sich noch einmal die Kreislandfrauen aus dem Nordkreis im großen Saal des Hauses Hagemeyer-Singenstroth. Zum einen, um gemeinsam zu frühstücken. Zum anderen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Durch und durch musikalisch begann dieser Tag. Denn mit gleich drei Liedern eröffnete der LandFrauenChor Halle den geselligen und informativen Vormittag. Vor allem für »Auf den Flügeln der Morgenröte« sparten die Gäste nicht mit Applaus für die Sänger unter der Leitung von Olga Teske.

In einer kleinen Talkrunde stellte Marianne Albrecht, Vorsitzende der Kreislandfrauen im Nordkreis, die Ehrengäste vor. Ob es noch zeitgemäß sei, auch den kleinsten Krümel am Tisch zu achten, wollte sie etwa von Ute Kerlen, der Vize-Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes wissen. Die blickte auf die wenig erfolgreiche Erreichung des Zieles, den Hunger in der Welt bis 2015 zu halbieren. „Aufklärung ist für mich ein großes Ziel”, sagte sie. Und den, so Kerlen, könnten vor allem Landfrauen in Kitas und Schulen leisten. Almut Detert verwies auf die gute Zusammenarbeit der Landfrauen im Osnabrücker Raum mit der dortigen Tafel.

Arnold Weßling betonte: „Wir leben seit Jahrzehnten unter der Entwicklung des Wachsens und Weichens. Es ist unendlich wichtig, Spielregeln einzuüben.” Konrad Upmann schaute mit Sorge auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft. „Der ging auch mit dem Verlust von Illusionen einher”, so Piums stellvertrender Bürgermeister.

Marianne Albrecht erinnerte in ihrem Jahresrückblick an den Besuch des ZDF Fernsehgartens sowie an die 474 Landfrauen, die zum gemeinsamen Kinobesuch gekommen waren. Zugleich präsentierte sie das neue, im Design veränderte Jahresprogramm sowie den neuen Landfrauen-Kalender. Geschäftsführerin Karoline Mensing berichtete von steigenden Mitgliederzahlen, aber auch, dass „nur noch 40 Prozent unserer Mitglieder Bäuerinnen sind”.

Eine besondere Auszeichnung wurde Helga Kölkebeck aus Steinhagen zuteil. 50 Jahre ist es her, dass sie in Lage ihre Meisterprüfung als Hauswirtschafterin absolviert hatte. Nun erhielt sie aus den Händen von Karoline Mensing, Marianne Albrecht und Kreislandwirt Heiner Kollmeyer offiziell den Goldenen Meisterbrief verliehen.

Für viel Schmunzeln und herzhaftes Lachen sorgten Erika Niemann und Hanna Meyer zu Vilsendorf aus

Werther.
Sie präsentierten sich als Zahnärztin und Patientin. Vehement vertrat Patientin Frau Meyer dabei die Ansicht: „Der Backenzahn muss raus.” Dass sie gar nicht von sich selbst, sondern von ihrem Göttergatten sprach - es stellte sich als Pointe des Ulkes heraus, der durch viel Wortwitz und Schlagfertigkeit bestach.

Sehr für ihre Sache geworben haben im Rahmen des Kreislandfrauenverbandstages Anja Taake und Eva-Maria Kölkebeck vom CVJM

Versmold.
Sie skizzierten für die Anwesenden im Saal die vielfältigen Angebote, die der CVJM Kindern und Jugendlichen macht und warben für Spenden. Am Ende hatten sie gut lachen, als Elsbeth Pohlmann sage und schreibe 710 spontan gesammelte Euro überreichen konnte.

 

 

¦ Als Hauptrefenrenten des Vormittags hatten die Kreislandfrauen übrigens Unternehmensberater Ralf Strupat vom Begeisterungsland in Halle eingeladen. Was er den 300 Anwesenden in seinem Vortrag alles mit auf den Weg gab, darüber lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.

 
 
 
 
 


« zurück