Zwischen Lillifee und Lady Gaga |
23.07.12 |
![]() Auf Einladung der Kreisjugendpflegerin nahmen 25 Teilnehmerinnen aus den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Gleichstellungsstellen und Beratungsstellen an der Auftaktveranstaltung zum Mädchenarbeitskreis teil. Ziel ist es, sich zu vernetzen, Angebote und Projekte für Mädchen zu fördern, aber auch die Akteure in der Mädchenarbeit fortzubilden. „Einen Arbeitskreis zur Jungenarbeit gibt es bereits seit Jahren auf Kreisebene”, erklärte Grube. Man brauche vergleichbare Strukturen auch für die Arbeit mit Mädchen. »Mädchenarbeit im gesellschaftlichen Wandel« war das zentrale Thema, dem sich die Teilnehmerinnen der Auftaktveranstaltung widmeten. Mit dem Vortrag »Zwischen Lillifee und Lady Gaga - Mädchen und Mädchenarbeit heute« gab die frühere HK-Mitarbeiterin und heutige Professorin Melanie Plößer von der Fachhochschule Kiel Anstöße zur Diskussion über die Entstehung von Mädchenarbeit. Dabei wies sie auf veränderte Lebenswelten von Mädchen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die heutige Mädchenarbeit hin. „Es ist wahr. Mädchen haben heute die besseren schulischen Abschlüsse. Es ist aber auch wahr, dass junge Frauen weiterhin auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden”, stellte Plößer klar. Auch seien Frauen heute nicht mehr nur auf den häuslichen Bereich beschränkt, aber eine Umverteilung der Aufgaben habe nur begrenzt stattgefunden. Stattdessen versuchten Frauen mehrheitlich die Doppelbelastung von Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Wir müssen unsere Angebote so gestalten, dass sie der Lebenswelt der Mädchen und deren Probleme gerecht werden”, so Grube. Durch die Vernetzung und den Austausch der Akteure im Mädchenarbeitskreis wolle man genau das erreichen. |
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