Titelverteidiger in starker Form |
13.06.12 |
![]() „Als er Ende April beim Würzburger Residenzlauf mit 30:59 Minuten weit unter Wert blieb, deutete das schon auf einen Infekt hin”, berichtet sein Manager Miroslaw Sochanski, der früher selbst einen Spitzenplatz auf den zehn Meilen der Nacht von Borgholzhausen erreichte und 2002 als Oldie am deutschen M50-Mannschaftsrekord der Haller CVJM-Senioren beteiligt war. „Wenn Tola wieder ganz fit ist, schätze ich ihn eher stärker als im letzten Jahr ein”, meint Sochanski. Vor allem als Marathonläufer konnte der Ostafrikaner zuletzt respektable Erfolge vorweisen. Zur Nacht 2011 brachte er schon den überlegenen Sieg in Mainz - 2:13:30 Stunden und fast drei Minuten Vorsprung - mit. Ende Oktober in Frankfurt verbesserte er sich dann auf ausgezeichnete 2:10:14 Stunden - eine Zeit, die er vor zwei Monaten als Gewinner des Marathons von Lodz mit 2:11:29 Stunden bestätigte. Seine gute Frühjahrsform bewies er in Polen auch beim Posener Halbmarathon, den er nach 1:02:28 Stunden beendete. Seine persönliche Bestzeit über die 21,0975 Kilometer (1:01:43) erzielte er - wie übrigens auch Solbads Steffen Dittmann (1:04:11/OWL-Rekord 1995) - im französischen Montbéliard. Aber Tola Bane bewährte sich nicht nur auf den langen Straßendistanzen, er verfügt über eine große läuferische Bandbreite: Schon als 17-Jähriger lief er die 5000 Meter in 13:57,67 Minuten und gewann damit 2005 Bronze bei den Afrika-Meisterschaften der Junioren. Zum Vergleich: Der deutsche U18-Rekord steht bei 14:20,2 Minuten, gehalten von keinem Geringeren als Hansjörg Kunze, dem Olympiadritten von 1988. Weitere Meriten als Junior erwarb sich Tola Bane im Cross: Bei der WM 1987 in Mombasa belegte er den 20. Rang. Auch beim nur acht Kilometer langen Silvesterlauf 2011 in Trier, der sich »Das deutsche Sao Paulo« nennt, machte Bane eine gute Figur, trug als Zweiter hinter seinem Landsmann Mosinet Geremew zum äthiopischen Doppelsieg bei. In den Jahren 2007 und 2008 war er erstmals nach Europa gekommen, um vor allem in Frankreich Läufe zu bestreiten. Dort gewann er auch den 24-Kilometer-Klassiker von Sedan nach Charleville. |
|
« zurück







