Unverzichtbares Ehrenamt

03.02.12
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Von Christiane Gerner     Halle. „Wir wollen Unsichtbares sichtbar machen”, sagt die Leiterin des Marienheims, Beate Frankenberg, anlässlich eines Frühstücks der ehrenamtlich aktiven Frauen im Marienheim am Dienstagmorgen. Mit der Ergotherapeutin Anke Radojewski und Andrea Baxpöhler vom Vorstand des Vereins katholischer Altenhilfeeinrichtungen (VKA) aus Hamm stellte Frankenberg geplante Aktionen für das besondere Jahr, für das Jahr des Ehrenamts, vor.

„Der demografische Wandel und knapper werdende Ressourcen in den Sozialsystemen führen in der Öffentlichkeit zwangsläufig zu mehr Forderungen nach ehrenamtlichen und freiwilligen Diensten”, so Baxpöhler. Deshalb sollen die Aktivitäten im Jahr des Ehrenamtes in zwei Richtungen gehen: Die bereits ehrenamtlich Tätigen sollen enger gebunden werden und weitere Menschen für das Ehrenamt gewonnen werden.

Die vom VKA formulierten Leitziele formulierten die Fachfrauen so: Zum einen ermögliche das ehrenamtliche Engagement eine lebendige Selbstverwirklichung in christlicher Haltung und einer Berufung zu folgen; zum anderen würden so besondere Zuwendung, Teilhabe und Unterstützung für hilfe- und pflegebedürftige Menschen möglich. Außerdem werde eine gegen- und wechselseitige Gewinnsituation für Bewohner, Ehrenamtliche, Mitarbeiter und damit für die gesamte Einrichtung gefördert.

„Für uns im Marienheim bedeutet der Umgang mit Ehrenamtlichen ein offenes Ohr für Vorstellungen und Bedingungen, die die ehrenamtlich aktiven Frauen mitbringen”, pflegt Beate Frankenberg einen „Umgang auf Augenhöhe”. Außerdem wachse das Angebot ver-lässlicher Rahmenbedingungen und für eine strukturierte Unterstützung - etwa durch Fortbildungsangebote.

Für die Qualifizierung von ehrenamtlich engagierten Menschen werden im VKA in diesem Jahr allein 27 verschiedene Fortbildungsangebote organisiert. Ganz unterschiedliche Kurse und Seminare beschäftigen sich mit Themen wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder den Umgang mit demenziell Erkrankten, emotionalen und kommunikativen Aspekten im Umgang mit Pflegebedürftigen und vielem mehr.

Um das Ausmaß der ehrenamtlichen Arbeit im gesamten Bereich der katholischen Altenhilfeeinrichtungen sichtbar werden zu lassen, sollen ein Jahr lang Kristalle gesammelt werden. „Für jede geleistete ehrenamtliche Stunde kommt ein Edelstein im Gegenwert von einem Euro ins Glas”, so Frankenberg. Am zentral begangenen Tag des Ehrenamtes im VKA, am 26. Juni in Delbrück, sollen die Ehrenamtlichen entscheiden, wofür das Geld ausgegeben werden sollen.

Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Haller Marienheim interessiert, kann sich mit Beate Frankenberg im Marienheim in Verbindung setzen. Sie ist im Marienheim unter ` (0 52 01) 8 11 30 zu erreichen.

 
 
 
 
 


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