Visitenkarte aus Halle |
12.01.12 |
![]() „Viele Versmolder vermissen das Krankenhaus und fragen sich, wohin sie stattdessen zur Behandlung gehen können”, berichtet Engelking aus Gesprächen. „Wir wollen mit der Reihe zeigen, dass man in Halle gut aufgehoben ist.” Die Vertreter des Haller Krankenhauses, inzwischen Standort des Klinikums Bielefeld, ihrerseits haben festgestellt, dass der Anteil der Versmolder Gäste bei der ansonsten sehr erfolgreich laufenden Haller Reihe »Bürger fragen - Ärzte antworten« eher gering war. „Der Weg von Versmold nach Halle ist manchmal sehr weit”, sagt Dr. Michael Hanraths. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Haller Haus selbst kommt aus Versmold und war viele Jahren an der Wersestraße beschäftigt. Verstärkte Aktivität in der Fleischstadt ist für ihn und seine Kollegen „durchaus interessant”. Das Einzugsgebiet des Klinikums Halle ist rund 80 000 Einwohner groß; aus Versmold kommt etwa ein Viertel aller Patienten. Die Fleischstadt nimmt mit ihrer Lage in der Mitte eines Krankenhaus-Dreiecks (Halle, Dissen und Warendorf) eine besondere Stellung ein. „Das ist ganz klar ein Konkurrenzgeschäft”, sagt Hanraths. Im Vordergrund der Veranstaltungen anlässlich des Geburtstages der DRK-Seniorentagesstätte (siehe Kasten) aber steht die umfassende Aufklärung zu verschiedenen gesundheitlichen Themen. Patienten, so Hanraths, würden sich zunehmend über das Internet informieren. Die Haller Chefärzte setzen auf das direkte Gespräch und scheuen deshalb auch nicht den Weg nach Versmold.Einmal monatlich sind sie und Kollegen anderer Häuser sowie Praxen nun beim DRK zu Gast.Dr. Michael Hanraths macht den Auftakt und spricht zu seinem „Lieblingsthema”. Am Mittwoch, 18. Januar, geht es um die Entstehung und Therapie von Darmkrebs. 70 000 Menschen in Deutschland erkranken seinen Angaben zufolge jährlich neu daran. Die Zahl der Sterbefälle liegt bei 27 000. Dabei stehen die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose gut. Seit mittlerweile zehn Jahren tragen die Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung bei Menschen, die älter als 55 Jahre sind. „Aber nur 25 Prozent nehmen diese Möglichkeit wahr”, sagt Hanraths. In der Aufklärung sieht er den richtigen Weg, um diese Zahl zu steigern. Die weiteren Termine - »Sicher fühlen - Selbstuntersuchung der Brust«, Mittwoch, 15. Februar, mit Dr. Andrea Gehring, Frauenärztin aus Gütersloh (Anmeldung unter ` (0 54 23) 35 62 erforderlich); »Die Schilddrüse - Muss jeder Knoten operiert werden?«, Mittwoch, 21. März, mit Dr. Michael Feltkamp, Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie in Halle; »Gesunde Ernährung - zur Förderung und zum Erhalt der Gesundheit sowie bei verschiedenen Krankheitsbildern«, Mittwoch, 25. April, mit Ernährungsberaterin Marion Raupach vom Klinikum Bielefeld-Mitte; »Allergien und Atemwegserkrankungen«, Mittwoch, 30. Mai, mit Dr. Jörg Hinrichs, Chefarzt der Pneumologie am Haller Klinikum; »Wenn mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten - Moderne Behandlung in der Altersheilkunde«, Mittwoch, 27. Juni, mit Dr. Wolfgang Schmidt-Barzynski, Chefarzt der Geriatrie am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe.
¦ Die Vorträge beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind - mit Ausnahme der zweiten Veranstaltung von Dr. Andrea Gehring - nicht erforderlich. |
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