Kunst verändert die Welt |
04.09.10 |
![]() Der Liebe wegen ist er vor einem Jahr aus dem Ruhrpott nach Ostbarthausen aufs Land gezogen, hat dort zusammen mit Saskia Zimmerer einen Kotten zur Wohnung und zum Atelier ausgebaut. So ganz sind die beiden natürlich noch nicht fertig, aber das wird bei diesem großen Gebäude und der vielseitigen Nutzung vielleicht nie der Fall sein. Zur Eröffnung spricht Winfried Kneip, Leiter der Mercator Stiftung, einleitende Worte. Auf 150 Quadratmetern wird am Samstag und in Zukunft nach Vereinbarung die Möglichkeit sein, eine Werkschau der vergangenen 15 Jahre zu sehen. Studiert hat der Künstler Malerei und Philosophie, zwei Dinge, die er durchaus in Verbindung zu bringen weiß. So hat Josef Köhler zunächst in den 90ern einen Ausstellungsmarathon durch Westfalen gemacht, an die 100 insgesamt, jedes Jahr sechs bis acht. Sein Malstil, den er inzwischen nach vielen hundert Werken entwickelt hat, beschreibt er selber als eine Mischung aus Graffiti, Comic und klassischer Malerei. Man muss die Bilder einfach gesehen haben, sie sind einfach »etwas« anders als der röhrende Hirsch über dem Bett im Schlafzimmer. Sein Werkzeug sind neben selbst gemischter Farbe Spachtel, Hochdruckreiniger und auch mal der Pinsel. Er arbeitet nur draußen auf der Wiese, dann liegen da an die zehn Leinwände und es gibt dann jede Menge Dreck und Farbe - manchmal fliegen die Leinwände auch durch die Gegend. In einem Atelier wäre das nicht machbar. Nach zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hat sich Josef Köhler als Berater in Sachen Kunst profiliert. „Mein Interesse gilt neben der Malerei der künstlerisch-kulturellen Bildung.” Er berät seit einigen Jahren die Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland mit dem mus-e-Projekt. Und er versucht, die Frage zu klären, wie die Kunst sich aktiv in gesellschaftliche Bildungsprozesse einbringen kann. Aktuell startet er gerade ein Projekt, für das Gesine Schwan die Schirmherrschaft übernommen hat. In Borgholzhausen auf dem großen Grundstück wird er sich aber auch immer wieder seiner Malerei widmen. |
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