Große Namen im kleinen Werther |
03.09.10 |
![]() „Wir hoffen, dass für jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist”, sagen Ellen Elbracht vom Lesezeichen und Susanne Damisch von der Stadtbibliothek. Bei der Auswahl der Autoren sind sie auch nach ihren eigenen Vorlieben gegangen und das merkt man ihnen an. Begeistert kündigen sie die verschiedenen Lesungen und ihre Autoren, für die oft lange Wartezeiten bestehen, an. Los gehts am Dienstag, 28. September, um 19.30 Uhr auf dem Hof Heining an der Schloßstraße. Der besondere Ort hat seinen Grund: An diesem Abend wird Julian Dawson erwartet, seit 30 Jahren Singer, Songwriter und Gitarrist. Er hat mit Größen wie BAP, Gerry Rafferty und Nena zusammengearbeitet und veröffentlichte bereits 20 CDs mit eigenen Kompositionen. „Ein toller Typ”, findet Ellen Elbracht und freut sich darauf, dass der größte Teil des Abends sicher musikalisch daherkommt. Ohnehin hat Dawson nicht über sich selbst geschrieben, sondern über die Rocklegende Nicky Hopkins. Bei einem Auftritt in Austin/Texas 1994 lernten sich die beiden kennen und Dawson war von dem Rockpianisten, der als Studiomusiker unter anderem mit den Stones, den Beatles oder The Who zusammengearbeitet hat, begeistert. Dieser Abend soll nun eine „musikalische Hommage an einen der größten unbekannten Musiker der Welt” werden, wie es in der Ankündigung heißt. Ein alter Bekannter in der Böckstiegelstadt ist Rainer Rudloff, der mit »Begegnungen der tierischen Art« am Sonntag, 31. Oktober, um 18.30 Uhr ins Haus Werther kommt. Wenn er zu lesen beginnt, das wissen seine Fans inzwischen, gibt es eine Menge zu lachen. Dieses Mal präsentiert der Schriftsteller ein kurzweiliges Programm besten britischen Humors, und zwar absolut familientauglich für Kinder ab zehn Jahren. Vom Umgang mit Schlangen in Australien heißt es da, oder: Nur nicht beißen lassen! Deutlich ernster wird es am Donnerstag, 4. November, um 19.30 Uhr, wenn Mirjam Pressler im Haus Werther aus ihrem Buch »Grüße und Küsse an alle« liest. „Es ist fantastisch, eine so bekannte Autorin, die weltweit publiziert, in Werther begrüßen zu können”, freut sich Susanne Damisch. Der Abend in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis zur Reichspogromnacht-Ausstellung wird sicherlich unter die Haut gehen. Denn Mirjam Pressler erzählt die Geschichte der Familie von Anne Frank. Anhand von Briefen und Dokumenten, die vor einiger Zeit in der Schweiz aufgetaucht sind, beschreibt die Autorin das Leben der deutsch-jüdischen Familie, das sich liest wie ein großer Familienroman. Bunt und unterhaltsam wird es am 12. November, 20 Uhr, wenn Stephanie Schneider ihren Roman »Warum Mama eine rosa Handtasche braucht« vorstellt. Denn das Lieblingsthema der Journalistin und Autorin ist das ganz normale Leben, und das beschreibt bekanntermaßen die besten Geschichten. Es geht um den Überlebenskampf von Langzeitbeziehungen und wie man es sich als Mutter gut gehen lassen kann. »Ein abwechslungsreiches Wohlfühlprogramm für müde Mamas« lautet daher die Zweitüberschrift des Abends, der in Kooperation mit dem Fam.o.S. stattfindet. Nicht viel zu sagen gibt es über Dr. Doris Maurer, die bereits zum »Inventar« des Leseherbstes gehört und am 27. November ab 16 Uhr im Lesezeichen ihre Tipps zu Neuerscheinungen geben wird. Das macht Spaß und bringt auf jeden Fall viele Ideen für einen langen Lesewinter. Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe bildet am 7. Dezember um 20 Uhr im Lesezeichen eine wunderbare Liebesgeschichte aus der Feder von Thommie Bayer. »Fallers große Liebe« hat der Autor sie überschrieben und sie erzählt von besagtem Faller, der die Leser auf eine geheimnisvolle Reise mitnimmt und dabei die Antwort auf eine der schwierigsten Fragen sucht: Was nämlich schlimmer ist, die Liebe seines Lebens zu verlieren - oder sie nie besessen zu haben. ¦ Der Vorverkauf für den Leseherbst hat begonnen. Karten gibts in der Stadtbibliothek und der Buchhandlung Lesezeichen sowie an der Abendkasse. |
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