Torschuss, Regen und eine Mini-WM |
28.08.10 |
![]() ![]() ![]() Bevor sich Matthias Nowak, Organisator des siebten Feriencamps beim BV Werther, um die Presse kümmern kann, gilt es die jungen Fußballer und ihre Blessuren zu versorgen. „Die haben Vorrang”, sagt er. Drinnen im Vereinsheim hat der kleine Robin noch ein weiteres Problem. „Weiß du, wo meine Trainerin ist?”, fragt er Matthias Nowak. Robin spielt für dass Team Brasilien. Wie bei der WM läufts nicht gut für die Selecao, da ist die Übungsleiterin gefragt. Die Mädchen und Jungen des Feriencamps haben acht Mannschaften gebildet, benannt sind sie nach den acht Viertelfinalisten in Südafrika. Das Turnier ist die Entschädigung dafür, dass das Training am Donnerstag wegen der starken Regenfälle abgebrochen werden musste. Knapp 30 Kilometer entfernt auf dem Peckeloher Kunstrasen steht an diesem Freitag der Auftakt des Fußballcamps an. Die Organisatoren um Annette Nagel haben Charly Precht verpflichtet, der mit dem Phönix- Sport-Service aus Bad Salzuflen Fußballdienstleistungen anbietet. In den späten 80er Jahren war Precht Freizeit- und Breitensportbeauftragter in Versmold. „Ich komme gern wieder hier her”, sagt er. Und er macht dem Team vom SC Peckeloh ein Kompliment: „Das Camp ist professionell organisiert.” Prechts Schützlinge haben vor dem nächsten schweren Schauer Schutz auf der Auswechselbank des heimischen SC gefunden. Auf dem Kunstrasenplatz liegen volle Ballnetze und Hütchen. Charly Precht stellt sein Trainerteam vor. „Was ist der Ball?”, fragt er die 60 kleinen Kicker vor ihm unter dem Dach. „Rund”, kommt zaghaft die Antwort. Rund läuft es auch auf dem durch den Regen aufgeweichten Geläuf in Langenheide. Hier lässt E-Jugend-Trainer Alexander Bräuer Torschüsse üben. Der Coach gibt seinen Schützlingen klare Anweisungen. „Den Ball bis zur ersten Stange am Fuß führen, dann durch die beiden nächsten Stangen schießen, wieder aufnehmen und abschließen.” Im Tor kommt Schlussmann Lasse ins Schwitzen. Allzu oft wird er sich an diesem verregneten Nachmittag in Langenheide aber nicht auf den klitschnassen Boden werfen. Nebenan auf dem vom Kunstrasenkleinfeld lässt Maximilian Luedtke seine Jungs warm laufen. Anschließend geht es im Spiel fünf gegen fünf zur Sache. „Zehn Trainer von uns sind im Einsatz”, sagt Luedtke, Mitorganisator in Langenheide. Dazu kommen einige ehrenamtliche Helfer fürs Drumherum. Ohne die ginge es auch in Peckeloh und Werther nicht. Dort ist mittlerweile die Begegnung Uruguay gegen Deutschland beendet. Uruguays Trainer Burak Salikara reißt die Arme hoch: 1:0 hat sein Team gewonnen. Es ist eben nicht ganz wie bei der Fußball-WM. Trotz Shakira und »Waka Waka«. |
|
« zurück











