Sportler brauchen mehr Geduld |
25.08.10 |
![]() Eigentlich sollte mit dem Ende der Sommerferien der Schul-, Trainings- und Spielbetrieb in Halles größter Sporthalle wieder laufen, lautete die Einschätzung Anfang Juli. Kurz darauf dann die erste schlechte Nachricht, die von einer Verzögerung um vier Wochen auf Ende September sprach. Am Montag räumten der Planer, Architekt Thomas Daum, und der städtische Architekt Johannes Brockbals ein, dass es noch später wird. Ihm fehle jegliches Verständnis für diese nochmalige Verzögerung, sagte Frank Klostermann, Ratsmitglied und Vorsitzender der TG Hörste. Ob kleiner Feuerwehrgerätehaus-Anbau oder große Sporthalle - andauernd komme es zu solchen Verzögerungen. „Man muss sich vielleicht künftig Gedanken über Generalunternehmer-Verträge machen, bei denen Fertigsteluingstermine fest vereinbart sind”, meinte er. Der Grund für die Verzögerung ist im Prinzip das Konjunkturpaket II, dessen Mittel die Stadt Halle komplett in der Masch verwendet. 1,4 der insgesamt 1,8 Millionen Euro, die für die Sanierung ausgegeben werden, stammen aus diesem Programm. Handwerker vieler Fachrichtungen profitieren vom Konjunkturpaket - am meisten offenbar die Trockenbauer. Gleich zwei städtische Ausschreibungen dieses Gewerks scheiterten mangels (angemessen teurer) Angebote. Jetzt sei der Auftrag vergeben, bald werde angefangen, versichte Daum. Während bei der Sanierung der alten Halle der warme Geldregen aus Berlin für Verzögerungen sorgt, war es beim benachbarten Neubau der kalte Winter, der die Bauarbeiten mehrere Monate ruhen ließ. Immerhin sind die Rohbauarbeiten jetzt weitgehend abgeschlossen. Sporthalle, Umkleiden und Tribüne sind schon gut zu erkennen. Nur an der Stelle, an der einmal die Mensa für die Haupt- und die Realschule entstehen soll, ist bislang nur ein großes Loch zu sehen. Doch das hat einen guten Grund: Glasfenster und Stützpfeiler aus Stahl bilden hier die Außenhaut, die zu einem späteren Zeitpunkt des Baus in relativ kurzer Zeit fertiggestellt werden können. 4,4 Millionen Euro sind für das Bauwerk mit Doppelfunktion eingeplant. Das Ergebnis der bisherigen Ausschreibungen mache aber deutlich, „dass diese Summe keinesfalls unterschritten wird”, sagt Johannes Brockbals. In einigen Wochen, wenn er im Ausschuss einen Bericht abgebe, seien detaillierte Aussagen möglich. Beide Hallen werden am Ende nach modernen Standards gedämmt sein und auch so beheizt werden. Die alte Dreifachhalle habe bislang so viel Energie wie das gesamte übrige Schulzentrum gebraucht, sagte Thomas Daum. Das soll sich künftig ändern. Die energetische Grundlast beider Hallen wird durch Erdwärme sowie eine thermische Solaranlage gedeckt. Nur Spitzenlasten sollen noch von der Heizungsanlage des Schulzentrums abgedeckt werden. Die Fertigstellung ist weiterhin auf Januar 2011 ausgerichtet. |
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