Wildwest-Romantik unterm Cowboy-Hut |
23.08.10 |
![]() ![]() ![]() ![]() Den akustischen Startschuss feuerte am Samstagmittag um punkt 12 Uhr mittags das legendäre Duo »David & Heart« ab. Das traute Paar, das seit mehr als 20 Jahren erfolgreich die Saloons der Westernstädte und Freizeitparks erobert, hört auf die Namen Netty und Wolfgang David und singt überzeugend von den Höhen und Tiefen der Liebe. „Ich denke, Country-Musik ist etwas Wunderbares, eine Musik, die vom Herzen kommt. Genauso wie die Stadt Borgholzhausen, die das Herz des Teutoburger Waldes ist. Und wenn man dieser wunderschönen Musik zuhört, dann kann man nur sagen, das ist ein richtig schönes Stück Lebensglück”, meinte Bürgermeister Klemens Keller, der gemeinsam mit »Festival-Sheriff« Udo Mescher das dritte Country-Festival am B 3 eröffnete. Udo Mescher, der kurz etwas zur finanziell prekären Situation der veranstaltenden Einrichtung für Arbeitslose, GAB, referierte, war voller Hoffnung und lobte die Mitarbeiter, die gemeinsam Sorge fürs Catering trugen. Im nächsten Moment gab Bühnen-Organisator Mick Perl das interessant gewürzte Musikprogramm frei, das umgehend das Parkett mit zahlreichen Linedancern füllte, die aus allen der Teilen der Bundesrepublik angereist kamen. Aus Itzstedt, zirka 30 Kilometer nördlich von Hamburg, kamen »The Dancing Wolves«, aus Melle der heimische »Countrytreff«, und aus Düsseldorf die fransenbewestete »Calamity Jane«. Aktionsgeladen starteten »The Folsom Prisoners«, eine Neo-Rockabilly- und Psychobilly-Band aus dem benachbarten Bielefeld durch. Bassist »Sammy« präsentierte beim wilden Spiel zirkusreife Leibesübungen, wohlgemerkt auf seinem viersaitigem Kontrabass. Bei der Supershow standen ihm der Gitarrist »Big O?Fulton« und der Drummer »Der Flinke Vinke« zur Seite, die einen einzigartigen Rückblick gestatteten, was die Oldschool-Musikszene zur Zeit der Beatles alles noch zu bieten hatte. Jedenfalls hat sich diese Band schon für das vierte High Noon im Jahre 2011 qualifiziert und ist schon fest gebucht. Im goldenen Sonnenschein sang sich anschließend die Singer- und Songwriterin Jolina Carl mit ihrer zwölfsaitigen Akustikgitarre und ihrem Titel »Can?t Stay Anymore« in die Seele der High-Noon-Zuhörer. Pa-rallel zu ihrem Auftritt in Pium gelang ihr der Sprung auf Platz zwei in den »European Country Music Airplay Charts«. Übrigens, das High-Noon-Festival wurde im Internet-Radio www.countrymusic24.com live übertragen. Das Berliner DJ-Gespann Bronco und Wölkchen, alias Thorsten und Birgit Walter, die das Festival moderierten, sorgten sich zusammen mit Gunter Hildebrandt um die Übertragung, die natürlich auch in Borgholzhausens amerikanischer Partnerstadt New Haven zu empfangen war. Bevor die beiden Lokalmatadoren Bianca Shomburg und Steve Haggerty mit ihren mitreißenden Begleitbands »Nashfield« und »The Wanted« ihre stimmgewaltigen und energiegeladenen Darbietungen einem frenetischen Applaus feilboten, war es Frontmann Joe Sander, der mit dem authentischen Boom-Chicka-Boom-Sound der 50er und 60er Jahre überzeugend in die Rolle des »Man in Black« schlüpfte. Als »Johnny Cash Experience« spielte und interpretierte die Band das Repertoire, das die mythischen Songs von den musikalischen Anfängen bei Sun Records bis zum Jahr 2003 repräsentierte. Um Mitternacht war es dann Bianca Shomburg mit ihrem Ehegatten Björn Diewald, die das Mondlicht in gleißendes Tageslicht umwandelte. Die einstige Grand-Prix-Teilnehmerin atmete den Titeln ihrer neuen CD »Kick It Like Country« Leben ein, zeigte wie viel Spaß ihr heiße Rhythmen machen und verabschiedete sich mit einer feurig-fetzigen Bühnenshow, deren krönendes Finale mit einer Lagerfeuer-Zugabe abschloss, an der alle am Festival beteiligten Musiker teilnahmen. Beim Song »Friends In Low Places« von Garth Brooks zündelte so manches Feuerzeug, und das treue, mehr als 500-köpfige High-Noon-Publikum hatte am ersten Veranstaltungstag das Etappenziel erreicht. ¦ Einen Bericht über den zweiten Festivaltag finden Sie auf der folgenden Borgholzhausener Seite. |
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