David lacht, Goliath grübelt |
18.08.10 |
![]() ![]() „Wir haben noch nicht optimal gespielt”, bemüht sich Peckelohs Trainer Peter Mannek nun darum, die Euphorie beim Aufsteiger zu bremsen. Dass seine Mannschaft trotz personeller Probleme eine „so stark besetzte Mannschaft wie Häger” (Mannek) bezwingen konnte, lässt ihn natürlich trotzdem zufrieden feststellen: „Wir wussten nach der Vorbereitung nicht genau, wo wir stehen. Jetzt wissen wir, dass wir in der Liga mithalten können.” Während David also lacht, hat Goliath zurzeit allen Grund zum Grübeln. Für Hägers Obmann Jörg Müller-Paulsen war das 3:5 des vermeintlichen Goliath jedoch ein nicht ganz unerwarteter Rückschlag: „Wir wussten, dass wir die negative Stimmung aus der Vorsaison nicht so einfach abschütteln können.” Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga deshalb einen personellen Schnitt zu vollziehen, kam für ihn trotzdem nicht in Frage: „Die Jungs sind alle Hägeraner, wir glauben an sie.” Da in der Mannschaft des neuen Trainers Christian Vobejda viele Spieler stehen, die noch vor zwei Jahren im Kreisoberhaus groß aufspielten, sieht er seine These bestätigt: „Es hat nichts mit der Qualität zu tun, es geht um die innere Einstellung.” Exemplarisch für dieses Problem führt er eine Szene aus dem Spiel gegen SC Peckeloh II an: „Als Martin Hagemeyer nach 30 Minuten die große Chance zur Führung vergibt, sinken acht Spieler auf die Knie. Chancen werden ständig vergeben, das gehört doch zum Spiel dazu.” Noch deutlicher als der SV Häger bekam Mitabsteiger TuS Solbad Ravensberg beim Liga-Debüt am vergangenen Sonntag seine Grenzen aufgezeigt. Hatte Solbad-Trainer Brian Payne noch vor Saisonbeginn verkündet, die Zeit der Klatschen sei vorbei, so mussten seine Kicker beim 0:5 in Ost wieder eine ebensolche hinnehmen. Für Payne ein Grund, nun die Zügel anzuziehen: „Wir werden hart trainieren und am nächsten Wochenende einen anderen TuS sehen.” |
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