Neustart ohne Blockade |
16.03.10 |
![]() Nach den Siegen gegen Volmetal und in Oberlübbe wollten die Brockhagener den dritten Erfolg in Serie. Doch der unbedingte Wille war der Mannschaft erst zu spät anzumerken, nämlich ab dem fast schon aussichtslosen Rückstand von 14:23 (44.). Womöglich hatte die eigene Erwartungshaltung bei den Spielern eher eine Blockade bewirkt als zusätzliche Kräfte freigesetzt. Mit einem Erfolg über den Kreisrivalen hätten die Brockhagener leicht und locker in die Vorbereitung auf das am Samstag anstehende nächste Heimspiel einsteigen können. Hahn: „So müssen wir jetzt motivationstechnisch wieder von vorn beginnen.” Wie genau der psychologische Neustart vonstatten gehen soll, war für den Trainer noch fraglich. Die grundsätzliche Richtung steht für ihn allerdings außer Frage: Hahn favorisiert positives Denken. Hahn: „Bergkamen wird eine Riesenaufgabe” Schon wenige Minuten nach der Niederlage blickte er nach vorn auf das schwere Heimspiel gegen den Tabellenfünften HC TuRa Bergkamen, der am Freitag bei Spitzenreiter Hamm siegte: „Das wird eine Riesenaufgabe, aber wenn wir unser Potenzial abrufen, kann es klappen.” Die Reaktion seiner Spieler nach der Schlusssirene wertete er als Bestätigung: „Ich musste keinen ansprechen. Die Mienen haben mir schon verraten, dass sie wissen: ?Das war nix, wir müssen es besser machen.? Die Moral in der Truppe passt schon.” Mal sehen, ob Hahn diesmal mit seiner Einschätzung richtig liegt. Aufbauarbeit muss auch Zygfryd Jedrzej, Trainer des Frauenhandball-Regionalligisten HSG Union ?92 Halle leisten. Nach der verdienten 22:26-Niederlage gegen den HSV Solingen-Gräfrath verlor die HSG die Tabellenführung an den TuS Lintfort. Ausgerechnet gegen einen starken Gegner wie Gräfrath, der nach Einschätzung von Jedrzej über ebenso viel Potenzial wie Lintfort verfügt, erwischten gleich mehrere HSG-Leistungsträgerinnen nicht ihren besten Tag. Theresa Janzen etwa leistete sich gegen die offensive Abwehr ungewohnt viele Fehler, Katrin Loyek blieb über weite Strecken des Spiels blass und auch Sina Speckmann fehlte in vielen Aktionen der nötige Schwung, um sich gegen die routinierten Abwehrspielerinnen der Gäste erfolgreich durchzusetzen. Der schwachen Leistung der HSG passten sich die Schiedsrichter Marko Kolski und Johannes Schroer aus Oberhausen und Krefeld an. An besseren Tagen hätten Halles Offizielle und Spielerinnen die theatralischen Gesten und Auftritte des Gespanns womöglich zähneknirschend ertragen. Doch so mündete die Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung und der Ärger über in der Schlussphase unverständliche Entscheidungen der Schiris in zwei roten Karten, die sowohl Jedrzej als auch Sandra Huck Sperren einbringen könnten. Wäre es nach dem Willen von Jedrzej gegangen, hätte Sandra Huck, als sie »Rot« sah, gar nicht mehr auf dem Feld gestanden. Er wollte ursprünglich die noch angeschlagene Ina Janßen einwechseln, doch die winkte ab, fühlte sich nicht fit genug für die Partie. Jetzt muss sie auf alle Fälle ran, wenn Huck tatsächlich gesperrt werden sollte. |
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