„Diesen Quatsch kann man sich ersparen” |
16.03.10 |
von uwe kramme
Kreis Gütersloh. Das Wort zum Sport |
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![]() Kozlowski appellierte an die Kommunen wie die Kreisstadt Gütersloh, in denen eine Sporthallennutzungsgebühr geplant ist, intelligentere Wege zu finden, um den Sport am notwendigen Sparen zu beteiligen. Auf Nachfrage stellte er fest: „Diese Gebühr ist bürokratisch und aufwändig, den Quatsch kann man sich ersparen.” Besser sei es, die Leistungen zu nehmen, die der Sport freiwillig erbringen würde. „Noch ist die Sporthallennutzungsgebühr als Unwort des Jahres ja nicht in trockenen Tüchern”, bat der KSB-Vorsitzende die Politiker, noch einmal darüber nachzudenken, ob dies der richtige Weg sei. Keine Nutzungsgebühren wird es für die Hallen des Kreises - auch in der Stadt Gütersloh - geben. Das versprach Sven-Georg Adenauer: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die mit Kürzungen versehen, die einen Beitrag im Ehrenamt für die Gesellschaft leisten.” Ehe er darum bat, mit Augenmaß an die Dinge heranzugehen, wagte der Landrat einen ausgesprochen plakativen Vergleich: „Es ist besser, auf fünf Hedgefondsmanager zu verzichten, als auf einen ehrenamtlichen Jugendleiter.” Kozlowski gibt KSB-Vorsitz 2012 ab Kozlowski nutzte den wegen des winterlichen Wetters vom traditionellen Januartermin in den März verschobenen Jahresempfang zu zwei Mitteilungen. Zum einen freute sich der NRW-Staatssekretär, dass der Sponsorenvertrag des KSB Gütersloh mit den Sparkassen bis 2012 verlängert wurde: „Wir sind froh, dass wir so verlässliche Partner haben.” Zum anderen kündigte der seit 13 Jahren amtierende 57-Jährige an, bei der nächsten Wahl nicht wieder für das Amt des KSB-Vorsitzenden zu kandidieren: „Für mich ist das hier das vorletzte Mal.” Auf dem Jahresempfang 2010 wurde auch Sport getrieben, und zwar Ausdauersport. „Wenn Sie hier drei Wochen lang so stehen bleiben, dann ist Ihr Fett weg.” Professor Dr. med. Klaus Völker hatte die Lacher auf seiner Seite, als er zum Thema »Fatburning - Schmelzen die Pfunde beim Sport?« feststellte, dass es bei der Fettverbrennung („Sie fängt früh an, und ab 30 Minuten lohnt es sich”) vor allem auf die Dauer der sportlichen Belastung ankomme. Zur Frage der günstigsten Belastungsintensität für das Abnehmen durch Sport gab der in Rietberg geborene ehemalige Schwimmer seinen Zuhörern den Ratschlag „halbe Höhe, lauwarm”, um deutlich zu machen, dass zu wenig genauso wenig bringe wie zu viel. Dass man mit Sport 85 Jahre alt werden kann, hatte Herta Veldkamp mit ihrer Gruppe vom Gütersloher Turnverein den Gästen des Jahresempfangs mit der Aufführung »Drums Alive« gezeigt. Der Sportmediziner aus Münster kam der Aufforderung von Hans Feuß, dem stellvertretenden SSV-Vorsitzenden, nach, nun auch mal zu erklären, wie man das macht. „Eine tolle Erfindung” sei dafür Nordic Walking, auch wenn seine Forschungen ergeben hätten, dass die Belastung dabei kaum höher sei als beim normalen Walken. Völker: „30 Prozent könnten ihre Stöcke zu Hause lassen, aber weil sie nicht ohne gehen würden, ist es gut so.” Höchst unterhaltsam war auch der Einblick, den Völker („Kein Ersatz für Sport”) den KSB-Gästen in seinen Untersuchungen zum Sport an der Nintendo-Spielkonsole Wii gab. Während der Sportmediziner fürchtete, dass die Attraktivität dieser Bewegung für Jugendliche so hoch ist, dass ihnen deshalb die Zeit verloren geht, um sich richtig zu bewegen, sah der 61-Jährige durchaus eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit der virtuellen Kiste im Sport mit alten Menschen: „Das bringt Spaß, etwas Bewegung und schult zum Beispiel das Gleichgewicht.” |
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