„Wir haben es gut hingekriegt” |
11.03.10 |
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, Kiels schwedischem Mannschaftsführer.
Marcus, du hast zwar schon diverse Male im Gerry Weber Stadion gespielt, aber am Sonntag kommst du das erste Mal als Kapitän des THW Kiel nach Halle. Macht das einen Unterschied? MARCUS AHLM: Ja, macht es. Das ganze Drumherum hat sich dadurch für mich verändert. Ich kann jetzt mehr mitreden und vermittel zwischen Verein und Mannschaft. Das ist eine schöne Sache. Ich habe immer eine Meinung und ich bin froh, wenn ich die kundtun kann. Ist dieses Amt im Jahr eins nach Stefan Lövgren und angesichts der Unruhen, die der THW wegen der Bestechungsvorwürfe durchlebt hat, ein schwieriges? AHLM: Stefan hat die Kapitänsbinde acht Jahre getragen, aber man kann die Dinge, die anstehen, auf unterschiedliche Art und Weise lösen. Die Unruhen, die wir hatten, waren schlimm. Doch jetzt haben wir ein neues Umfeld. Seit dem Sommer 2009 sind außerdem verschiedene Positionen neu besetzt worden, es war ein kompletter Neuanfang. Aber wir haben es gut hingekriegt. Wir, die Mannschaft. Wie habt ihr das geschafft? Was macht eine Mannschaft wie den THW Kiel aus? AHLM: Wir haben immer eine konkrete Vorstellung davon, wie wir ein Spiel angehen: Wie wir im Angriff spielen wollen. Wie wir in der Abwehr stehen. Wie wir uns auf dem Spielfeld präsentieren und - wie wir uns abseits zeigen wollen. Und für diese Idee stellt jeder von uns alles andere hinten an. Wir arbeiten hart dafür. Als Mannschaft. Arbeitet ihr nur in der Halle oder auch mental? AHLM: Nehmen wir unsere Pokal-Niederlage gegen Gummersbach. Die hatte keine psychischen Ursachen. Also haben wir uns danach kurz besprochen und dann in der Halle weitergearbeitet. Jedem war klar, wo die Gründe lagen. Es ist ja auch nicht so, dass uns die Art, wie wir arbeiten, vor Niederlagen schützt. Aber wenn wir in einer Krise stecken, kommen wir halt schneller wieder heraus. Und da denken alle Spieler gleich? AHLM: Alle. Alle denken so. Jeder Spieler fühlt Verantwortung für die Mannschaft. Und das pflegen wir auch. Niemand würde sich in den Vordergrund spielen. Das ist eine Sache, die sich über Jahre entwickelt hat. Was erwartest du von dem Spiel gegen den TBV am Sonntag? AHLM: Ich erwarte nichts. Wahrscheinlich wird es ein enges Spiel. Nach dem Pokal-Aus haben wir uns Stück für Stück gesteigert, das war wie ein kleiner Wecker. Jedenfalls bereiten wir uns konzentriert vor und kommen nach Halle, um zu gewinnen. Im nächsten Jahr wird der TBV 100 Jahre alt und plant ein großes Jubiläumsturnier. Auch der THW Kiel wird eingeladen. Wärst du gerne mit dabei - wieder im Gerry Weber Stadion? AHLM: Oh, davon habe ich bislang noch nichts gehört. Aber das fände ich klasse! Ja, das ist eine tolle Sache. Ich hoffe, es passt, und wir sind dabei! |
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